Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Ingelheim (dpa/lrs) *17:04 Uhr – Stimmung in rheinland-pfälzischer Chemieindustrie trübt sich ein
Die rheinland-pfälzische Chemieindustrie geht mit gedämpften Erwartungen ins nächste Jahr. Steigende Kosten bei Rohstoffen, Logistik und Energie verlangsamten die Erholung nach dem Corona-Einbruch, sagte der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, Bernd Vogler, am Montag in Ingelheim (Kreis Mainz Bingen). Zwar seien die aktuellen Wirtschaftszahlen für die Bereiche Chemie, Pharma, Kautschuk- und Kunststoffverarbeitung überwiegend im Plus, doch sei dies teilweise auf Nachholeffekte zurückzuführen. Die Branche habe das Vorkrisenniveau in der Produktion noch nicht erreicht.
Die Beschäftigungszahlen in der Branche gehen Vogler zufolge in diesem Jahr das zweite Mal in Folge zurück - «nicht drastisch, aber doch spürbar». Einen einzelnen Grund dafür gebe es nicht, doch spiele der zunehmende Fachkräftemangel eine Rolle.
Die Verbandsvorsitzende Sabine Nikolaus sagte, der Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung enthalte gute Ansätze für die Branche. Als Beispiele nannte die Deutschland-Chefin des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim den Ausbau von Bio- und Wasserstofftechnologie und die Absicht, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Allerdings fehlten konkrete Maßnahmen bei zwei zentralen Herausforderungen für die Chemiebranche: dem schnellen Aufbau einer Infrastruktur für erneuerbare Energien und einem wettbewerbsfähigen Strompreis.
28.11.2021
London (dpa) *11:55 Uhr – Moderna arbeitet seit Thanksgiving an Omikron-Impfstoff
Der Impfstoffhersteller Moderna hat am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag in einem BBC-Interview. Thanksgiving fiel in diesem Jahr auf den 25. November – also den vergangenen Donnerstag.
Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Wie auch das Mittel von Biontech gehört das Vakzin von Moderna zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.
Ludwigshafen (dpa/lrs) *11:44 Uhr – Chlorgasaustritt bei BASF in Ludwigshafen
Auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen ist am frühen Sonntagmorgen Chlorgas ausgetreten. Wie das Unternehmen mitteilte, atmeten neun Mitarbeiter und zwei Einsatzkräfte das giftige Gas ein. Ein Mitarbeiter musste demnach in ein Krankenhaus gebracht werden, zehn Personen wurden ambulant versorgt und konnten wieder in den Betrieb entlassen werden. Ursache für den Austritt sei eine Leckage gewesen, die inzwischen behoben worden sei, teilte ein Sprecher mit. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Die zuständigen Behörden seien informiert.
27.11.2021
Duisburg (dpa/lnw) *17:44 Uhr – Schwefel aus Chemiewerk in Duisburg ausgetreten
Aus einem Chemiebetrieb in Duisburg ist am Samstag Schwefel ausgetreten. Die Menschen im Stadtteil Homberg und Umgebung sollten sich nicht draußen aufhalten und Fenster und Türen geschlossen halten, warnte die Stadt. Nach dem Zwischenfall sei Sirenenalarm ausgelöst worden. Die Feuerwehr war mit rund 80 bis 100 Kräften teils in Schutzanzügen im Einsatz.
Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, alle Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Betriebsgelände aufgehalten hatten, würden medizinisch untersucht. Um wie viele Personen es sich handelte, war zunächst unklar. Man habe niemanden ins Krankenhaus bringen müssen. Ein dpa-Reporter berichtete von einer gelben Wolke, die über dem Werk ausgetreten war.
Am späten Nachmittag hieß es bei der Feuerwehr, man habe die Lage unter Kontrolle gebracht. Die Austrittsquelle werde abgedichtet. Wie es zu dem Produktaustritt kommen konnte, blieb offen. Die Stadt gab zunächst für alle Stadtteile südlich des Chemiewerks Entwarnung. Im Norden liefen aber noch Messungen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Riga (dpa) *17:10 Uhr – Ein Toter und ein Verletzter bei Explosion in Pharmafabrik
In Lettland sind bei einer Explosion in der Fabrik eines Pharmaherstellers in Olaine ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden. In dem Werk rund 20 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Riga kam es in der Nacht zum Samstag aus noch unbekannter Ursache zu einer Verpuffung und einem Brand. Dies teilten die Rettungskräfte des baltischen EU-Landes mit. Demnach soll nach ersten Informationen eine technische Anlage explodiert sein. Der Brand auf einer Fläche von rund 144 Quadratmetern wurde gelöscht. Nach Angaben eines Unternehmensverantwortlichen wurden von den Behörden Ermittlungen zur Ursache eingeleitet.