Moskau/Schwedt (dpa) *20:26 Uhr – Russischer Ölkonzern baut Anteile an Brandenburger Raffinerie aus
Dem russischen Energiekonzern Rosneft soll bald der Großteil der Erdölraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt gehören. Rosneft habe das Vorkaufsrecht auf den Erwerb von 37,5 Prozent der Anteile von Shell ausgeübt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit werde Rosneft seinen Anteil an PCK von 54,17 Prozent auf 91,67 Prozent erhöhen. Der Kauf muss laut der Mitteilung noch von den Behörden genehmigt werden.
In der Brandenburger Raffinerie werden nach Unternehmensangaben jährlich etwa 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet - beispielsweise zu Diesel, Benzin und Heizöl. Dort endet die Pipeline «Freundschaft» aus Russland, über die Deutschland nach Angaben der Raffinerie zu 25 Prozent mit Rohöl versorgt wird. Das Unternehmen Rosneft ist der größte russische Ölproduzent. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist Aufsichtsratschef.
Mannheim (dpa/lsw) *19:13 Uhr – Chemieunfall am Mannheimer Hafen läuft glimpflich ab
Bei einem Chemieunfall am Mittwochmorgen in einer Firma am Mannheimer Hafen ist eine Salzsäurewolke freigesetzt worden. Es habe jedoch keine große Gefahr bestanden, teilte die Polizei am Abend mit. Es sei beim Umschlag der Chemikalie in der Firma eine weiße Wolke ausgetreten, die dann über das Hafengebiet gezogen sei. Drei Mitarbeiter einer benachbarten Firma mussten demnach wegen gereizten Augen und Atembeschwerden behandelt werden.
Als die Feuerwehr am Unfallort ankam, habe sie keine Stoffe mehr feststellen können. Warum die Salzsäure entwich, ist noch unklar. Die Wasserschutzpolizei in Mannheim ermittelt noch.
Thyssenkrupp legt Zahlen vor – deutlich besseres Ergebnis erwartet
Nach einem Milliardenverlust im Geschäftsjahr 2019/20 will der Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp am Donnerstag (10.00 Uhr) in Essen für das Folgejahr deutlich bessere Zahlen vorlegen. Das Management um Vorstandschefin Martina Merz hatte für das Ende September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2020/21 zuletzt einen bereinigten operativen Gewinn (Ebit) in mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Höhe vorhergesagt. Wegen hoher Umbaukosten war Thyssenkrupp unter dem Strich trotzdem von einem Verlust ausgegangen – im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2019/20 hatte der Industrieriese noch einen Fehlbetrag von 5,5 Milliarden Euro ausgewiesen.
Beim Umsatz hatte der Konzern zuletzt ein Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Im Vorjahr hatte Thyssenkrupp rund 28,9 Milliarden Euro erlöst.
Der auf mehrere Jahre angelegte Konzernumbau war in den vergangenen Monaten unter anderem mit dem Verkauf mehrerer Einzelunternehmen vorangekommen. So hatte Thyssenkrupp im September den Verkauf seines Edelstahlwerks im italienischen Terni bekannt gegeben. «Wir arbeiten unsere Prioritäten ab und machen weitere Fortschritte bei unserem Umbau von Thyssenkrupp», hatte Merz damals gesagt. Zuvor hatte der Konzern bereits das Geschäft mit Maschinen und Anlagen für den Bergbau und weitere nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Unternehmensteile verkauft.
Amsterdam (dpa) *16:57 Uhr – Novavax beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in EU
Der US-Hersteller Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff eine Marktzulassung in der EU beantragt. Das teilte die zuständige europäische Arzneimittelbehörde EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Ein Expertenteam werde nun die Daten des Herstellers prüfen und Risiken gegen Nutzen abwägen. Eine Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet, wie die EMA mitteilte.
Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung bewertet. Auch sei eine vorläufige Prüfung von möglichen Risiken bereits abgeschlossen worden. Sollte die EMA eine bedingte Marktzulassung empfehlen, muss die EU-Kommission noch endgültig zustimmen. Das aber gilt als Formsache. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden.
Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff - wie die Präparate von Biontech und Moderna - noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Essen (Evonik)Ereignis bei Evonik am Standort Rheinfelden
Am Standort von Evonik in Rheinfelden kam es am Morgen des 17. November zu einem Austritt geringer Mengen von Siliziumtetrachlorid (STC) aus einem Sicherheitsventil. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Menschen oder Umwelt, so das Unternehmen. Siliziumtetrachlorid reagiert in Anwesenheit von Luftfeuchtigkeit mit Nebelbildung. STC ist ein Rohstoff für die Herstellung von Glasfasern und Mikrochips. Der Nebel war von außen sichtbar. Die Werkfeuerwehr war mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden im Einsatz. Im Nachgang soll es eine Ursachenuntersuchung geben.
New York (dpa) *10:42 Uhr – Pfizer beantragt US-Notfallzulassung für neues Corona-Medikament
Das Pharmaunternehmen Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Covid-19-Medikament Paxlovid beantragt. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die in einer jüngsten Studie erzielte «überwältigende Wirksamkeit» des Medikaments verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten, sagte Konzernchef Albert Bourla.
Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte Pfizer mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.
Die britische Arzneimittelbehörde MHRA ließ kürzlich die Tablette Lagevrio (auch bekannt unter dem Namen Molnupiravir) zu. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Oktober angekündigt, den Einsatz von Molnupiravir zu prüfen.