Cambridge (dpa) *16:54 Uhr – Astrazeneca will Impfstoff nicht mehr zum Selbstkostenpreis abgeben
Der Pharmakonzern Astrazeneca will seinen Corona-Impfstoff nicht länger zum Selbstkostenpreis abgeben. Das britisch-schwedische Unternehmen teilte am Freitag mit, dass es mehrere gewinnorientierte Vereinbarungen für 2022 unterzeichnet habe und moderate Erträge erwarte. Die Wettbewerber Pfizer/Biontech und Moderna machen mit ihren Vakzinen seit Beginn Profit.
Das Unternehmen legte am Freitag Quartalszahlen vor. Demnach rutschte das Pharmaunternehmen trotz eines kräftigen Umsatzsprungs in die roten Zahlen. Die Corona-Impfung spülte dem Konzern zwar etwas mehr als eine Milliarde Dollar in die Kassen. Die Verpflichtung zur Abgabe zum Selbstkostenpreis drückt allerdings auf die Margen.
New York (dpa) *13:02 Uhr – Johnson & Johnson plant Aufspaltung in zwei börsennotierte Konzerne
Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson plant die Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen. Der Konzern wolle seine Konsumgütersparte unter anderem mit Pflastern und Babypuder in den kommenden 18 bis 24 Monaten abspalten, sagte Vorstandschef Alex Gorsky dem «Wall Street Journal» (Freitag). Die Pharmasparte mit rezeptfreien Medikamenten und Medizintechnik wird davon getrennt.
Die Aufspaltung sei der beste Weg, um nachhaltiges Wachstum über die lange Frist zu sichern, sagte Gorsky. Der Konzern habe sich dazu entschlossen, weil die beiden Sparten sich in den vergangenen Jahren auseinanderentwickelt hätten. Der Konzern bestätigte das Vorhaben in einer Mitteilung. Die Aktie legte vorbörslich um 4 Prozent zu.
Würzburg (PROC) *10:30 Uhr – Milliardenübernahme: Sika übernimmt MBCC Group
Sika hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme der MBCC Group, das ehemalige Bauchemiegeschäft der BASF-Gruppe (BASF Construction Chemicals), von einer Tochtergesellschaft des globalen Private-Equity-Unternehmens Lone Star Funds, unterzeichnet. Die Übernahmesumme beläuft sich auf gut fünf Milliarden Euro.
Die MBCC Group hat ihren Hauptsitz in Mannheim, Deutschland, und ist im Bereich Bausysteme und Zusatzmittel tätig. Rund 7’500 Mitarbeitende sind an mehr als 130 Betriebsstätten in über 60 Ländern für das Unternehmen tätig. Im Jahr 2021 soll ein Nettoumsatz von voraussichtlich CHF 2.9 Milliarden (EUR 2.7 Milliarden) erzielt werden.
Der Pharmakonzern Astrazeneca ist im dritten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzsprungs in die roten Zahlen gerutscht. Höhere Kosten für Forschung und Entwicklung und den Vertrieb, aber auch im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Biotechnologieunternehmens Alexion sorgten nach Steuern für einen Verlust von 1,65 Milliarden Dollar (rund 1,44 Mrd Euro), wie der Arzneihersteller am Freitag in Cambridge mitteilte. Um Sondereffekte beseitigt, stieg der Gewinn je Aktie (EPS) zwar um 14 Prozent auf 1,08 Dollar, Analysten hatten allerdings mehr auf dem Zettel.
Beim Umsatz übertraf Astrazeneca die Erwartungen. Dabei profitierte der Konzern im abgelaufenen Quartal von der Alexion-Übernahme. Zudem beschert der Verkauf des Corona-Impfstoffs weiterhin Rückenwind. Die Erlöse kletterten zwischen Juli und September um 50 Prozent auf knapp 9,9 Milliarden Dollar. Ohne den Umsatz mit dem Vakzin betrug das Plus noch 34 Prozent. Die Corona-Impfung hatte Astrazeneca im Berichtszeitraum etwas mehr als eine Milliarde Dollar in die Kassen gespült - leicht weniger als in den drei Monaten zuvor. Der britisch-schwedische Konzern hat sich zudem verpflichtet, die Impfung zum Selbstkostenpreis abzugeben, was auf die Margen drückt.
Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand um Konzernchef Pascal Soriot unverändert ohne die Effekte der Corona-Impfung mit einem Umsatzplus im niedrigen 20-Prozent-Bereich. Inklusive der Impfung wird ein prozentualer Zuwachs im mittleren bis hohen 20er-Bereich erwartet.
Stand: 08.12.2025
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