Marktanalyse Nahrungsergänzungsmittel Deutschland 2025 Stabiles Wachstum, starke Klassiker: NEM-Markt setzt Aufwärtstrend fort

Von Lebensmittelverband Deutschland 3 min Lesedauer

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Magnesium, Vitamin C und Multivitaminpräparate führen die NEM-Absatzcharts an. Während sich klassische Vertriebswege weiterhin behaupten, gewinnen Online- und Versandkanäle mit 22,5 Prozent Marktanteil jedoch kontinuierlich an Bedeutung.

Der deutsche Markt für Nahrungsergänzungsmittel erreicht ein Volumen von rund 4,3 Milliarden Euro bei 415 Millionen verkauften Packungen. Das belegt eine neue Analyse im Auftrag des Lebensmittelverbands Deutschland. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Der deutsche Markt für Nahrungsergänzungsmittel erreicht ein Volumen von rund 4,3 Milliarden Euro bei 415 Millionen verkauften Packungen. Das belegt eine neue Analyse im Auftrag des Lebensmittelverbands Deutschland.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland entwickelt sich weiter positiv. Nahrungsergänzungsmittel sind für viele Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem festen Bestandteil der täglichen Ernährung geworden. Das zeigt eine neue Marktanalyse im Auftrag des Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel im Lebensmittelverband Deutschland (AK NEM). Mit einem Marktvolumen von rund 4,3 Milliarden Euro und einem Absatz von etwa 415 Millionen Packungen unterstreichen die aktuellen Daten die kontinuierliche Bedeutung von Nahrungsergänzungsmitteln im Alltag vieler Menschen.

Vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil des Alltags

Die aktuelle Marktentwicklung bestätigt einen langfristigen Trend: Seit Verabschiedung der europäischen Richtlinie über Nahrungsergänzungsmittel im Jahre 2002 gibt es einen verlässlichen Rechtsrahmen, der Grundlage des Vertrauens der Konsumentinnen und Konsumenten in die Produkte ist. Gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind zunehmend eine Priorität für Verbraucherinnen und Verbraucher. „Dass Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung und damit zugleich ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung sein können, weil sie eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Stoffen leisten können, ist in den 24 Jahren seit Verabschiedung des europäischen Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie gelernt“, betont Antje Preußker im Namen des AK NEM.

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„Nahrungsergänzungsmittel sind für viele Konsumentinnen und Konsumenten zu einem selbstverständlichen Bestandteil einer insgesamt gesundheitsbewussten Ernährung geworden“, ist die Oecotrophologin überzeugt. Dies belegen auch zahlreiche Verbraucherstudien auf nationaler und europäischer Ebene, die zeigen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sich informieren, Produkt- und Anwendungshinweise lesen und Nahrungsergänzungsmittel ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zur Ergänzung ihrer Ernährung nutzen.

Vitamine und Mineralstoffe führen den Markt an

Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel wird von klassischen Produktgruppen geprägt. Vitamine und Mineralstoffe stellen zusammen rund 48 Prozent des Umsatzes und etwa 63 Prozent des Absatzes im Nahrungsergänzungsmittel-Markt dar.

Bei den Vitaminen dominieren nach Absatz insbesondere:

  • Vitamin C (35,6 Mio. Packungen)
  • Multivitamine mit Mineralstoffen (29,7 Mio. Packungen)
  • Vitamin D (inkl. Kombinationen) (25,5 Mio. Packungen)

Der Markt der Mineralstoffe zeigt ein ähnliches Bild:

  • Magnesiumpräparate sind mit großem Abstand die absatzstärkste Kategorie (75,3 Mio. Packungen), gefolgt von
  • Calcium (18 Mio. Packungen)
  • Zink (6,5 Mio. Packungen)

Allgemein gilt: Bekannte und etablierte Produkte dominieren den Markt.

Wo kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher ein?

Nahrungsergänzungsmittel werden über verschiedene Kanäle bezogen. Klassische Vertriebswege wie Apotheken, Drogeriemärkte, der Lebensmitteleinzelhandel sowie Bio- und Reformhäuser sind weiter von zentraler Bedeutung und liegen mit 77,5 Prozent der verkauften Verpackungen beim Absatz deutlich vorne. Sie machen damit 47,6 Prozent des Umsatzes von rund zwei Milliarden Euro aus. Allein in Drogeriemärkten werden in Deutschland 45 Prozent aller Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Online- und Versandkanäle werden aber immer wichtiger und stehen inzwischen für einen Anteil von 22,5 Prozent der verkauften Produkte.

Die aktuelle Analyse ermöglicht erstmals einen umfassenderen Überblick über den gesamten Markt der Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland. Neben den klassischen Vertriebswegen einschließlich Bio- und Reform-Fachhandel werden auch der Online- und der Versandhandel systematisch betrachtet und abgebildet.

EU-Richtlinie für klare Regeln und sichere Produkte

Die Entwicklung bestätigt die Wirksamkeit des bestehenden Rechtsrahmens. Seit 24 Jahren setzt die Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie klare Regeln und gewährt die Sicherheit der Erzeugnisse in der Europäischen Union. Sie gewährleistet ein hohes Maß an Verbraucherschutz. Die Unternehmen in Deutschland und der gesamten Europäischen Union befolgen die umfangreichen Vorgaben zu Produktqualität und Gesundheitsschutz und tragen damit Verantwortung für sichere und hochwertige Produkte. „Die Zahlen zeigen auch eine Entwicklung hin zu informierten Entscheidungen: Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen Nahrungsergänzungsmittel bewusst – auf Basis klarer Informationen und verlässlicher Rahmenbedingungen“, so Antje Preußker.

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