Kampf dem Verderb Recycelte Verpackungen sichern Qualität

Quelle: Fraunhofer ICT 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal widmet man sich kunststofftechnisch derm Recycling von Verpackungen ...

Was man diesem Bild respektive der Verpackungsfolie nicht ansieht, ist, dass sie aus recyceltem Kunststoff besteht, der dazu auch effektiv dekontaminiert werden konnte. Am Fraunhofer ICT hat man damit Forschungen betrieben und auch den Brandschutz im Bahnverkehr verbessern können.(Bild:  Fraunhofer ICT)
Was man diesem Bild respektive der Verpackungsfolie nicht ansieht, ist, dass sie aus recyceltem Kunststoff besteht, der dazu auch effektiv dekontaminiert werden konnte. Am Fraunhofer ICT hat man damit Forschungen betrieben und auch den Brandschutz im Bahnverkehr verbessern können.
(Bild: Fraunhofer ICT)

Das EU-Forschungsprojekt „SURPASS“ (Safe-, sustainable- and recyclable by design polymeric systems – A guidance towards next generation of plastics) ist abgeschlossen, wie das Fraunhofer ICT jetzt berichtet. Die Ergebnisse aus dreieinhalb Jahren anwendungsorientierter Forschung zeigten neue Wege zur Umstellung auf sicherere, nachhaltigere und leichter recyclebare Polymerwerkstoffe auf. Anhand je einer Fallstudie aus den drei Sektoren Bau, Mobilität und eben Verpackung wurde ein digitales Leitinstrument entwickelt, um Kriterien für die oben genannten Aspekte und Ziele bereits bei der Entwicklung „by design“ zu berücksichtigen, wie es weiter heißt. Das ICT arbeitete dabei im Rahmen der Fallstudien zu Mobilität und Verpackung, wie man weiter erfährt.

Keine nach fremden Gerüchen miefenden Lebensmittel mehr

Und der französische Konsortialpartner Centre Technique Industriel de la Plasturgie et des Composites (IPC) entwickelte für die Lebensmittelverpackung eine mehrschichtige Folienstruktur, die weniger Zusatzstoffe zum Zusammenfügen der Schichten benötigt. Parallel hierzu hat das Fraunhofer ICT die Möglichkeiten zum Recycling dieser neuartigen Folie ausgelotet und eine Pilotlinie zur Geruchsentfernung auf der Basis von Extraktion implementiert, die eine 99-prozentige Effektivität erreicht, wie man betont. Es sei demnach nun vorbei mit Lebensmitteln, denen die Gerüche anderer Nahrungsmittel anhaften. Die Forscher nennen etwas das Beispiel von Himbeeren, denen sich der Geruch nach Knoblauch bemächtigt hat. Damit liegen nachhaltiger Verpackungsmöglichkeiten vor, die weniger Haftvermittler brauchen und auch noch leicht recycelt werden können.

Auch im Personenverkehr war man polymertechnisch erfolgreich

Mal so nebenbei: Im Sektor Mobilität funktionalisierte das ICT das vom spanischen Konsortialpartner Cidetec entwickelte 3R-System für recycelbare, vernetzte Kunststoffe – sogenannte Vitrimere. Diese zeigten – wie konventionelle vernetzte Kunststoffe – höhere mechanische Festigkeiten im Vergleich zu unvernetzten Polymeren. Insbesondere evaluierten die Pfinztaler Wissenschaftler den Flammschutz und modifizierten das Material so, dass es nun die Normen zur Verwendung im Personenbahnverkehr erfüllt. Maßgeblich sind hier unter anderem die bei einem Brand freigesetzte Wärme sowie die Entwicklung von Rauch und dessen Toxizität. Die Lösung fand man in einer Kombination von Flammschutzmitteln für carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK). Die Carbonfasern lassen sich dann übrigens nach der Lebensdauer durch Recycling zurückgewinnen und können erneut zur Verstärkung der Materialien eingesetzt werden, wie es abschließend heißt.

(ID:50860985)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung