Destatis-Viehbestandserhebung Strukturwandel in der Tierhaltung: Weniger Betriebe, größere Herden

Von Statistisches Bundesamt (Destatis) 2 min Lesedauer

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Die Zahl schweinehaltender Betriebe in Deutschland ist binnen zehn Jahren um 40 Prozent auf 14.700 gesunken. Im gleichen Zeitraum stieg der Bestand je Betrieb jedoch von 1.100 auf 1.400 Tiere. Auch bei Rindern und Milchkühen setzt sich der langfristige Rückgang der Haltungsbetriebe unvermindert fort.

Zum Stichtag 3. Mai 2026 hielten in Deutschland noch 14.700 Betriebe Schweine – 9.800 weniger als noch 2016.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zum Stichtag 3. Mai 2026 hielten in Deutschland noch 14.700 Betriebe Schweine – 9.800 weniger als noch 2016.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Stand 3. Mai 2026 gab es in Deutschland 14 700 Betriebe mit Schweinehaltung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung mitteilt, nahm die Zahl der schweinehaltenden Betriebe damit im Vergleich zum Stichtag 3. November 2025 um 3,2 Prozent (-490 Betriebe) ab. Im Vergleich zum Vorjahr (3. Mai 2025) sank die Zahl der Betriebe um 3,6 Prozent (-550 Betriebe) und im Zehnjahresvergleich um 40,0 Prozent (-9 800 Betriebe seit 2016).

Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine lag zum Stichtag 3. Mai 2026 bei rund 21,0 Millionen Tieren. Gegenüber dem 3. November 2025 ging der Bestand um 2,3 Prozent oder 501.400 Tiere zurück, im Vergleich zum Vorjahr stieg er jedoch leicht um 0,6 Prozent oder 131.100 Tiere. Im Zehnjahresvergleich nahm der Schweinebestand deutlich um 22,5 Prozent ab (-6,1 Millionen Tiere seit 2016). Damit hält die Entwicklung hin zu größeren Betrieben an: Während im Jahr 2016 ein Betrieb durchschnittlich rund 1.100 Schweine hielt, waren es zehn Jahre später rund 1.400 Tiere pro Betrieb.

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Mehr Ferkel und Jungschweine als im Vorjahr

Für die einzelnen Tierkategorien der Schweinehaltung ergibt sich folgendes Bild: Zum Stichtag 3. Mai 2026 wurden 9,0 Millionen Mastschweine in Deutschland gehalten. Das sind 2,5 Prozent weniger als am 3. November 2025 (-228.500 Tiere). Dieser Trend bestätigt sich auch im Vorjahresvergleich. Hier lag der Rückgang bei 4,2 Prozent (-394.300 Tiere). Die Zahl der Ferkel und der Jungschweine lag im Mai 2026 bei 10,6 Millionen Tieren und sank damit seit November 2025 ebenfalls (-2,3 Prozent oder -255.400 Tiere). Im Vorjahresvergleich ist jedoch ein Wachstum um 5,1 Prozent (+515.300 Tiere) zu verzeichnen. Die Zahl der Zuchtsauen lag im Mai 2026 mit 1,4 Millionen Tieren um 0,9 Prozent niedriger als im November 2025 (-12.300 Tiere) und um 0,9 Prozent (+12.700 Tiere) höher als im Mai 2026.

Rinderbestand binnen Jahresfrist kaum verändert

Der Rinderbestand belief sich zum 3. Mai 2026 in Deutschland auf rund 10,4 Millionen Tiere, darunter 3,6 Millionen Milchkühe. Der Rinderbestand blieb damit im Vergleich zum Vorjahr stabil (+0,2 Prozent oder 17.200 Tiere). Gegenüber dem Stichtag 3. November 2025 verringerte sich der Bestand jedoch leicht um 0,7 Prozent (-67 800 Tiere). Im Zehnjahresvergleich setzt sich der rückläufige Trend fort: Im Vergleich zu Mai 2016 sank der Bestand an Rindern um 17,6 Prozent (-2,2 Millionen Tiere).

Der Milchkuhbestand verzeichnete gegenüber November 2025 einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent (-7.900 Tiere) und gegenüber Mai 2025 einen leichten Anstieg von 0,3 Prozent (+10.400 Tiere). Insgesamt blieb der Bestand an Milchkühen damit binnen Jahresfrist weitgehend stabil. Im Zehnjahresvergleich verringerte sich die Zahl der Milchkühe um 16,0 Prozent (-683.300 Tiere).

Bei der Zahl der Rinderhaltungen setzte sich der langjährige rückläufige Trend fort: Gegenüber November 2025 sank die Zahl der Rinderhaltungen um 1,8 Prozent (-2.200 Haltungen) auf 120.300 und die Zahl der Milchkuhhaltungen um 2,0 Prozent (-900 Haltungen) auf 46.200. Im Zehnjahresvergleich seit 2016 verringerte sich die Zahl der Rinderhaltungen um 18,7 Prozent (-27.600 Haltungen) und die Zahl der Milchkuhhaltungen um 35,2 Prozent (-25.100 Haltungen).

Methodische Hinweise: Die Erhebungen über die Schweine- und Rinderbestände werden halbjährlich jeweils zum Stichtag 3. Mai und 3. November durchgeführt.

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