Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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25.05.2022

Böhlen (dpa/sn) *18:19 Uhr – Fackel im Chemiepark Böhlen brennt nach technischem Ausfall

Nach einem technischen Problem im Chemiepark von Dow Chemical in Böhlen brennt derzeit immer mal wieder weithin sichtbar eine Fackel. Zudem komme es zu Lärmemissionen, teilte Dow Deutschland am Mittwoch mit.

Mitte Mai sei der Cracker, in dem aus Rohbenzin Ethylen und Propylen hergestellt werden, nach einem Ausfall der Dampfversorgung heruntergefahren worden. Nun werde die Produktion schrittweise wieder aufgenommen, weswegen die Fackel zeitweise mit sichtbarem Feuerschein und Rußbildung brenne. Die 145 Meter hohe Fackel ist eine Sicherheitseinrichtung. In ihr werden überschüssige Kohlenwasserstoffgase verbrannt.

Davos (dpa) *15:15 Uhr – Bayer-Chef mahnt innovationsfreundlichere EU-Regeln an

Bayer-Chef Werner Baumann hat innovationsfreundlichere EU-Regeln angemahnt, um Fortschritte in der Biotechnologie zuzulassen und nicht abzubremsen. Europa müsse «weg von einem vor allem Risiko-vermeidenden Ansatz und hin zu einem Ansatz, der sich an den Möglichkeiten orientiert», sagte der Vorstandsvorsitzende des Pharma- und Agrarchemie-Konzerns am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos. In Nordamerika werde dies viel besser gemacht als in der EU.

Baumann betonte, dass Fortschritte in der Biotechnologie sehr wichtig seien, etwa für die Welternährung. Als Beispiel nannte er eine neue Maissorte, die niedriger wachse, weniger Wasser verbrauche und 20 Prozent mehr Ertrag bringe. «Das ist, was wir brauchen, weil wir Ackerland nicht vergrößern können, ohne natürlichen Lebensraum zu gefährden - es muss also über die Intensivierung gehen.» Den Mais will Bayer 2023 in Nordamerika auf den Markt bringen. Durch seinen niedrigen Wuchs knicken die Pflanzen bei Starkwinden nicht so leicht um.

Tübingen (dpa/lsw) *15:13 Uhr – Curevac kämpft immer noch mit Kosten von fehlgeschlagenem Impfstoff

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac kämpft weiterhin mit den Kosten seines fehlgeschlagenen Corona-Impfstoffs aus dem vergangenen Jahr. Das erste Quartal 2022 sei immer noch von Effekten in Zusammenhang mit früheren Verpflichtungen für den Impfstoffkandidaten der ersten Generation (CVnCoV), beeinflusst worden, sagte Finanzvorstand Pierre Kemula am Mittwoch laut Mitteilung. Man konzentriere sich nun darauf, die Kosten weiter zu kontrollieren.

Der Verlust vor Steuern belief sich demnach im ersten Quartal 2022 auf 15,2 Millionen Euro (2021: 112,2 Millionen Euro). Der Umsatz stieg auf 24,4 Millionen Euro, was einem Plus von 14,4 Millionen Euro im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2021 entspricht.

Curevac hatte Ende März 2022 eine klinische Studie seines neuen Impfstoffkandidaten (CV2CoV) gegen Corona begonnen. Nach dem Rückzieher von CVnCoV wegen vergleichsweise schwacher Wirksamkeit aus dem Zulassungsverfahren im vergangenen Jahr hatte Curevac mit seinem britischen Partner - dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) - die Entwicklung eines neuen Impfstoffs begonnen.

Das Präparat des Tübinger Unternehmens ist ein sogenannter mRNA-Impfstoff - wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer

(Deutschland/USA) und Moderna (USA). Daten aus der neuen Phase 1-Studie werden laut Curevac in der zweiten Jahreshälfte 2022 erwartet.

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