Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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27.05.2022

Jena (dpa/th) *11:58 Uhr – Rund 26 Millionen Euro für Chemie-Forschung an Uni Jena

Für die Forschung zu lichtbasiertem grünen Wasserstoff und zu komplexen Biosystemen gehen rund 26 Millionen Euro an die Universität Jena. Mit dem Geld unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zwei Sonderforschungsbereiche der Uni für weitere vier Jahre, wie die Friedrich-Schiller-Universität am Freitag mitteilte.

Gefördert wird zum einen das Projekt «CataLight», in dem die Erforschung und umweltfreundliche Herstellung solarer Brennstoffe im Fokus steht. Sonnenlicht solle mit Hilfe chemischer Prozesse zu «grünem» Wasserstoff umgewandelt werden. Ziel sei, Solarenergiewandler so zu gestalten, dass keine ökologisch bedenklichen, seltenen Materialien wie Ruthenium, Platin oder Rhodium mehr gebraucht werden.

In dem Vorhaben «ChemBioSys» geht es zudem in 22 Einzelprojekten darum, die komplexen Kommunikationswege und Wechselbeziehungen verschiedener Organismen und ihrer Umwelt zu erforschen. Im Fokus stehen dabei sogenannte Naturstoffe, die laut Forschern als «chemische Sprache der Natur» gelten.

Berlin/Schwedt (dpa) *11:42 Uhr – Regierungs-Arbeitsgruppe zur Zukunft der PCK-Raffinerie

Mit der Zukunft der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt befasst sich künftig eine Task Force der Bundesregierung. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte, soll Anfang der kommenden Woche eine interministerielle Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Neben dem Bundeswirtschaftsministerium seien auch das Kanzleramt sowie die Ministerien für Finanzen, Verkehr, Arbeit und Umwelt beteiligt sowie die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zuerst hatte die «Märkische Oderzeitung» darüber berichtet.

Das Wirtschaftsministerium versicherte, die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, um die Versorgung zu sichern und die Arbeitsplätze an dem Standort zu erhalten. «Es rächt sich, dass trotz des Krim-Kriegs ein russischer Energiekonzern in den vergangenen Jahren einen so starken Einfluss auf die Versorgungssituation bekommen hat», räumte ein Ministeriumssprecher ein.

Berlin/Schwedt/Oder (dpa) *05:01 Uhr – Gewerkschaft pocht auf Zusagen des Bundes für Raffinerie PCK

Die Industriegewerkschaft IG BCE dringt darauf, dass die Bundesregierung ihre angekündigte Unterstützung für einen Erhalt der Raffinerie PCK bei einem Öl-Embargo gegen Russland wahr macht. «Die Dinge, die angekündigt sind, müssen auch passieren», sagte der Leiter des Bezirks Berlin-Mark Brandenburg, Rolf Erler, der Deutschen Presse-Agentur. Solange dies nicht der Fall sei, seien auch weiter Ängste bei den Beschäftigten vorhanden. Wenn sie sähen, dass Ankündigungen umgesetzt würden, gebe es wieder Zuversicht. Er verwies darauf, dass bisher noch nicht klar ist, ob es zu einem Lieferstopp kommt.

Der Wirtschaftsminister hatte bei einem Besuch in Schwedt gesagt, es sei immer darum gegangen, den Standort möglichst vollumfänglich zu erhalten. Langfristig geht es für die Raffinerie um einen möglichen Übergang zu Wasserstoff. Die IG BCE werde die weiteren Schritte der Bundesregierung genau verfolgen, kündigte Bezirksleiter Erler an.

Auch die Brandenburger Landesregierung unterstützt einen Erhalt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte davor gewarnt, dass bei einem Embargo die Versorgungssicherheit in Teilen Ostdeutschlands in Gefahr ist. 90 Prozent der Autos in Berlin und Brandenburg fahren laut PCK mit Kraftstoff aus Schwedt. Der Unternehmensverband Berlin-Brandenburg und die Unternehmervereinigung Uckermark fordern die Ablehnung eines Öl-Embargos.

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