Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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07.05.2022

Hannover/Berlin (dpa) *13:30 Uhr – IG-BCE-Chef-Vassiliadis: Auf Energieengpässe im Herbst vorbereiten

Deutschland muss sich nach Ansicht der IG BCE wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs auf mögliche Energieengpässe vorbereiten. «Wir alle - Bundesregierung, Unternehmen, Beschäftigte und private Haushalte - müssen uns darauf einstellen, dass es im Herbst mit der Energieversorgung sehr schwierig werden kann», sagte Michael Vassiliadis, Chef der drittgrößten deutschen Gewerkschaft mit Sitz in Hannover, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag).

Dafür brauche es ein Spitzentreffen mit allen wichtigen Akteuren aus dem Bereich Energieversorgung: «Wenn es jemals Anlass zu einem Energiegipfel unter Führung von Bundeskanzler und Wirtschaftsminister gab, dann jetzt.» Geklärt werden müsse zum Beispiel, für welchen Zweck im Ernstfall wie viel Gas zur Verfügung stünde: «Was entfällt auf die Nutzung als Rohstoff in der Produktion, was auf Strom-, was auf Wärmeproduktion?»

Im Fall eines russischen Gas-Lieferstopps oder eines Gas-Embargos der EU gegen Russland und damit verbundener Versorgungsengpässe greift in Deutschland der sogenannte Notfallplan Gas. Er hat drei Stufen. Die erste, die Frühwarnstufe, wurde von der Bundesregierung bereits ausgerufen. In der letzten, der Notfallstufe, müsste der Staat einschreiten. Möglich wäre dann die Abschaltung für Industriekunden. Private Haushalte und soziale Einrichtungen dagegen sind geschützt.

Ein Gas-Embargo gegen Russland lehnt Vassiliadis dem Bericht zufolge weiter ab. Das geplante Öl-Embargo befürworte er jedoch, auch wenn es große Belastungen bringe: «Gerade wegen seiner Rolle in der Abhängigkeit von russischem Gas sollte Deutschland das geplante Öl-Embargo unterstützen.» Voraussetzung sei jedoch, dass die Belieferung der ostdeutschen Raffinerien, die besonders abhängig von russischem Öl sind, auf alternativem Weg gesichert sei.

Schwerin (dpa/mv) *02:00 Uhr – Schwesig: Ausfall von Raffinierie Schwedt würde MV stark treffen

Ein Ausfall der Erdöl-Raffinierie in Schwedt (Brandenburg) würde Mecklenburg-Vorpommern nach Aussage von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schwer treffen. Ein wirklich großer Teil der Tankstellen im Nordosten werde mit Benzin und Diesel aus Schwedt versorgt, sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur.

«Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern wird den Rostocker Hafen nach Kräften dabei unterstützen, Erdöl in die PCK-Raffinerie nach Schwedt transportieren zu können. Über diesen Weg kann ein Wegfall des russischen Erdöls zunächst zumindest zum Teil kompensiert werden», sagte Schwesig. Allerdings müsse im Blick behalten werden, dass Tanker-Erdöl eine noch einmal deutlich schlechtere Umweltbilanz mit sich bringe und eine zusätzliche Belastung für die Ostsee darstelle.

In der «Rheinischen Post» (Samstag-Ausgabe) forderte Schwesig die Bundesregierung auf, weitere Alternativen bei der Versorgung der Raffinerie Schwedt zu suchen. Mecklenburg-Vorpommern sei ein Pendler-Land. Mobilität sei in dem Bundesland oft entscheidend für die Existenzsicherung.

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