Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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03.05.2022

Straßburg/Brüssel (dpa) *17:16 Uhr – EU-Parlament will strengere Grenzwerte für gefährliche Chemikalien

Die Grenzwerte für bestimmte besonders schädliche Chemikalien in Abfällen sollen in der EU gesenkt werden.

Das EU-Parlament hat am Dienstag in Straßburg einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, aber gleichzeitig noch strengere Werte für einige Stoffe vorgeschlagen.

Dabei geht es beispielsweise um Perfluoroctansäure (PFOA), die den Angaben zufolge etwa in wasserdichten Textilien und Feuerlöschschaumstoffen enthalten ist. Dem Kommissionsvorschlag zufolge sollen die sogenannten persistenten organischen Schadstoffe (POP) strenger reguliert werden. Diese seien «Chemikalien mit giftigen Eigenschaften, die für lange Zeit in der Umwelt verbleiben, sich in Nahrungsketten anreichern und der menschlichen Gesundheit und der Umwelt schaden können.»

An dem Vorhaben kann sich noch etwas ändern. Am Ende müssen EU-Parlament und die EU-Länder einen Kompromiss finden. Die EU-Staaten hatten sich bereits Mitte März auf ihre Position geeinigt. Nun können die Verhandlungen über die endgültige Regelung beginnen.

Lingen (dpa) *14:00 Uhr – RWE baut Testanlage zur Wasserstoff-Produktion in Lingen

Der Energiekonzern RWE will für 30 Millionen Euro an seinem Gaskraftwerks-Standort im niedersächsischen Lingen eine Wasserstoff-Elektrolyse-Testanlage bauen. Geplant ist eine mit Ökostrom betriebene Pilotanlage mit einer Kapazität von 14 Megawatt, wie RWE am Dienstag in Lingen berichtete. Baubeginn ist im Juni. Die Anlage soll ab Mitte 2023 «grünen» Wasserstoff produzieren.

Zwei verschiedene Produktionsverfahren werden erprobt. Pro Stunde sollen bis zu 290 Kilogramm Wasserstoff erzeugt werden. «Der erzeugte Wasserstoff soll in ein öffentliches Wasserstoffnetz eingespeist oder dem Brennstoff für Gasturbinen des Kraftwerkes beigemischt werden», sagte ein RWE-Sprecher.

Bei der Energiewende in Deutschland wird klimaneutral erzeugtem Wasserstoff eine wichtige Funktion zugeschrieben. «Grüner» Wasserstoff gilt als essenziell, um die Klimaziele zu erreichen. Mit Strom aus erneuerbaren Quellen wird per Elektrolyse der Wasserstoff hergestellt, mit dem etwa der Energiebedarf der Stahlindustrie gedeckt werden soll. Derzeit ist der aus Ökostrom hergestellte Energieträger noch knapp und vergleichsweise teuer.

Das Land Niedersachsen fördert den Bau der Testanlage mit acht Millionen Euro. Umweltminister Olaf Lies (SPD) überreichte am Dienstag den Förderbescheid. Der Standort in Lingen spielt eine wichtige Rolle in der Wasserstoffstrategie von RWE. Im Rahmen des Projekts GET H2, an dem zahlreiche Unternehmen beteiligt sind, will RWE dort bis 2024 eine Elektrolyseanlage mit einer Kapazität von 100 Megawatt errichten. Bis

2026 sollen weitere 200 Megawatt hinzukommen.

Lies sprach von einem «ganzen Elektrolyseur-Park, der hier entstehen kann und soll». An einem anderen Standort in Lingen in der Nähe betreibt RWE ein Atomkraftwerk. Bis 2030 will das Unternehmen insgesamt 2000 Megawatt eigene Elektrolysekapazität für die klimaneutrale Erzeugung von Wasserstoff schaffen.

New York (dpa) *13:29 Uhr – Impfung und Corona-Pille bescheren Pfizer starken Jahresstart

Die Covid-Impfung und die Pille gegen einen schweren Verlauf der Krankheit haben den US-Pharmariesen Pfizer angetrieben. Der Umsatz kletterte im ersten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 80 Prozent auf knapp 25,7 Milliarden Dollar (24,4 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Rechnet man beide Mittel heraus, betrug das Wachstum aus eigener Kraft 2 Prozent.

Unter dem Strich verdiente der weltgrößte Arzneimittelhersteller knapp 7,9 Milliarden Dollar. Das waren 61 Prozent mehr. Damit schnitt Pfizer besser ab als erwartet. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand seine Umsatzerwartungen für den Konzern und die Prognosen für seine beiden Covid-Präparate.

London (dpa) *08:54 Uhr – BP verdient operativ mehr – Verlust wegen Russland-Abschreibung

Wegen steigender Preise hat der britische Ölkonzern BP operativ deutlich mehr verdient als erwartet. Bereinigt um Sondereffekte verdiente BP im ersten Quartal 6,25 Milliarden Dollar (5,95 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten deutlich.

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Wegen der Abschreibung seiner Beteiligung an dem russischen Ölkonzern Rosneft und des Rückzugs aus dem Geschäft in Russland fiel unter dem Strich ein Verlust in Höhe von 20,4 Milliarden Dollar an nach einem Gewinn von 4,7 Milliarden im Vorjahr. Wie im Vorquartal will der Konzern eine Dividende von 5,46 US-Cent je Aktie zahlen.

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