Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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17.05.2022

Baden-Baden (ots) *16:26 Uhr – Hauptgeschäftsführer von Chemie.BW verstorben

Am Freitag vergangener Woche verstarb nach langer und schwerer Krankheit der Hauptgeschäftsführer der Verbände der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg, Thomas Mayer, im Alter von 66 Jahren. Die Vorsitzenden der Verbände, Patrick Krauth für den Arbeitgeberverband, Martin Haag für den Verband der Chemischen Industrie, Joachim A. Thole für den Pharmaverband und Dr. Rainer Frei für den Lackverband, zeigten sich bestürzt und betroffen.

Mayer hatte seit 2011 nach Stationen in Stuttgart und als Hauptgeschäftsführer des Druckverbandes in Wiesbaden die Hauptgeschäftsführung der Verbände in Baden-Baden übernommen. Unter seiner Leitung entstand unter anderem die Akademie der Verbände mit zahlreichen Fortbildungsangeboten und einem wegweisenden Pharmastudium. Er stellte mit dem Neubau des Verbandsgebäudes in Baden-Baden 2017 die Weichen der Verbände auf Jahre hinaus.

Die Verbände und die Mitarbeiter sind in Gedanken bei den Angehörigen von Thomas Mayer in dieser schweren Zeit.

Schwedt (dpa/bb) *14:44 Uhr – Kellner: Suchen nach Alternativlösungen für PCK-Raffinerie

Der Parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner hat einen entschlossenen Einsatz der Bundesregierung für die Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt bekräftigt. Man verstehe die Sorgen der Menschen angesichts eines möglichen Öl-Embargos und arbeite an Lösungen, betonte der uckermärkische Grünen-Abgeordnete laut RBB24 bei einem Stammtisch von Antenne Brandenburg in Schwedt am Montagabend. Der Austausch fand zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft statt.

Wie zuvor auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach Kellner davon, durch alternative Öl-Lieferungen die PCK-Kapazität auch bei einem möglichen Embargo zum Großteil sicherstellen zu können. «Wir brauchen Schwedt für die Versorgungssicherheit Ostdeutschlands und für Teile von Polen», wurde er von RBB24 zitiert.

Wichtig sei es, den Standort zukunftsfähig aufzustellen, betonte Kellner. In Schwedt gebe es qualifizierte Fachleute, Platz und genügend grüne Energie. Das Thema grüner Wasserstoff etwa sei für die PCK-Raffinerie schon länger im Gespräch. Dies ziehe mögliche Investoren an. «Wenn Deutschland sich nicht an dem Embargo beteiligt, dann wird auch Schwedt darunter leiden», sagte Kellner.

Berlin (dpa) *12:45 Uhr – Ostbeauftragter erwartet neue Struktur der Rosneft-Raffinerie Schwedt

Der Ostbeauftragte Carsten Schneider rechnet «in kurzer Zeit» mit einer neuen Gesellschafterstruktur bei der PCK-Raffinerie in Schwedt, die bisher mehrheitlich zum russischen Staatskonzern Rosneft gehört. Dies sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Potsdam. «Dann werden wir auch diesen Standort sichern und auch die Wettbewerbsfähigkeit» herstellen, fügte er hinzu.

Auf Grundlage eines neuen Gesetzes könnte die Anlage nötigenfalls unter staatliche Kontrolle gestellt werden. Neben der Rosneft Deutschland GmbH (54,17 Prozent) halten aber auch die Shell Deutschland GmbH (37,5 Prozent) und die Eni Deutschland GmbH (8,33 Prozent) Anteile. Wie eine neue Gesellschafterstruktur aussehen könnte, ist unklar.

Schneider deutete an, dass die Raffinerie künftig eine geringere Auslastung haben könnte, «weil wir nicht mehr so viel Öl haben werden aus Russland». Doch «werden wir sicherstellen, dass die Verluste, die dabei entstehen, vom Bund getragen werden». Für die Versorgung in Ostdeutschland insbesondere mit Benzin, Diesel und Bitumen werde es «eine Sicherung geben».

Ostdeutsche Unternehmen und die Linke hatten vor Versorgungslücken und Preissprüngen gewarnt, falls aus Schwedt weniger oder gar keine Raffinerieprodukte mehr kommen. Die 1200 Beschäftigten der Anlage bangen zudem um Jobs. Schneider ist Beauftragter der Bundesregierung für die ostdeutschen Länder. Er äußerte sich beim Kommunalkongress der ostdeutschen Sparkassen.

Klimaaktivisten der Gruppe «Letzte Generation», die jede Art von fossiler Energie und auch den Betrieb von Schwedt ablehnen, drehen seit Wochen immer wieder Sperrventile an Leitungen in der Region ab. In der Nacht zum Dienstag sei dies in der Nähe von Neubrandenburg erneut gelungen, teilte die Gruppe mit. Die Aktionen würden fortgesetzt.

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