Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Lanxess trennt sich von Spezial-Kunststoffen

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13.05.2022

Leverkusen (dpa/lnw) *15:25 Uhr – Bayer investiert 275 Millionen Euro in neue Tablettenfabrik

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer investiert in Leverkusen rund 275 Millionen Euro in den Bau einer neuen Anlage für die Arzneimittelproduktion. Am Freitag war Richtfest. Daran nahmen auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) teil. Die Anlage «Solida 1» mit einer Grundfläche von 15.000 Quadratmetern soll 2024 fertig sein. Unter anderem sollen dort Tabletten zur Behandlung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hergestellt werden. Rund 100 Menschen sollen in dem Gebäude arbeiten.

«Die Investition beweist großes Vertrauen in die Region als Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie», sagte Scholz (SPD) laut einer Mitteilung. «Bayer bekennt sich auch für die Zukunft eindeutig zum Standort Deutschland», erklärte Bayer-Vorstandschef Werner Baumann. Die neue Anlage wird nach seinen Worten bei Digitalisierung und Energieeffizienz «völlig neue Maßstäbe» setzen. Der Energiebedarf der Anlage soll weitgehend durch eine Geothermie-Anlage gedeckt werden.

Stuttgart (dpa/lsw) *10:17 Uhr – Curevac-Gründer Hoerr: Scheitern gehört im Leben dazu

Der Gründer des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, Ingmar Hoerr, hat kritisiert, dass Scheitern in Deutschland viel zu sehr verpönt ist. «Ja, das Scheitern bei uns ist nicht zulässig. Wer einmal gescheitert ist im Leben, ist immer gescheitert. Das ist ein Dogma, das man hat, und das darf nicht sein», sagte Hoerr im «Cäshflow»-Podcast des baden-württembergischen Finanzministers Danyal Bayaz (Grüne). Dadurch umgehe man Risiken, die man eigentlich brauche, wenn man Hightech voranbringen möchte, sagte Hoerr.

Hoerr plädierte im Podcast auch für mehr Unternehmertum an wissenschaftlichen Einrichtungen, beispielsweise den Universitäten. Diese scheuten nichts so wie Gründungen, «wie der Teufel das Weihwasser». «Die akademische Forschungsfreiheit ist wirklich gemeißelt in Stein, das darf nicht angegriffen werden», sagte Hoerr.

Potsdam (dpa) *01:01 Uhr – Woidke fordert bei Öl-Embargo Milliardenhilfe vom Bund

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dringt auf Milliardenhilfe des Bundes, um die Auswirkungen eines Öl- Embargos für die PCK-Raffinerie Schwedt und Brandenburg zu beherrschen. «Ich rechne damit, dass der Bedarf ungefähr bei zwei Milliarden Euro liegt», sagte Woidke dem «Tagesspiegel». Er werde diese Summe auch beim Bund einfordern.

Kritik übte Woidke an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der infolge eines Öl-Lieferstopps aus Russland regionale Treibstoffengpässe in Ostdeutschland nicht ausschloss. Deutschland brauche überall eine sichere Versorgung. Woidke warnte vor Folgen einer Benzinknappheit für die Wirtschaft, für die Bevölkerung, für den Pendlerverkehr in der Hauptstadtregion. Ein Kollaps müsse ausgeschlossen werden.

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