Produktionsdaten im Blick
Pharmaproduktions-Durchblick auf Knopfdruck: Was können Business Intelligence und Machine Learning wirklich?

Ein Gastbeitrag von Gero Brinkbäumer, Journalist, Cosmo Consult 7 min Lesedauer

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Bei der Pharmaproduktion geht es immer um Rezepturen, Reaktoren und Reinheit? Weit gefehlt! Data & Analytics, Business Intelligence und Machine Learning sollen helfen, die Wirkstoff-Herstellung zukunftsfit zu machen.

Mehr als Pillen und Pülverchen: Die Pharma-Branche hat die Digitalisierung als Wirkstoff entdeckt.(Bild:  Ever Pharma)
Mehr als Pillen und Pülverchen: Die Pharma-Branche hat die Digitalisierung als Wirkstoff entdeckt.
(Bild: Ever Pharma)

Ever Pharma gibt es, anders als der Name nahelegen könnte, noch nicht „ewig“, aber immerhin schon seit über 90 Jahren. Das 1934 in Wien gegründete Pharmaunternehmen hat sich auf sterile, injizierbare Medikamente spezialisiert. Diese kommen etwa auf Intensivstationen, aber auch in der Onkologie, Hormontherapie oder Schmerzmedizin zum Einsatz. Mit einem seiner wichtigsten Produkte, Cerebrolysin, werden erfolgreich die Folgen von Schlaganfällen und Demenz bekämpft, aber auch Anästhetika für Narkosen sind ein wichtiger Bereich. Das macht Ever Pharma zu einem der berühmten industriellen „Hidden Champions“, der in seiner pharmazeutischen Nische weltweit den Ton angibt. Und das geht nur, weil das Unternehmen viel in Forschung und Weiterentwicklung seiner Produkte investiert, die in hochspezialisierten Werken in Österreich und Deutschland hergestellt werden.

Ein modernes Unternehmen, das immer die Zukunftsentwicklung seiner Produktpalette im Blick hat, braucht auch zukunftsweisende digitale Werkzeuge, um sich nicht womöglich selbst auszubremsen. Einer der entscheidenden Aspekte für Ever Pharma ist dabei das Thema Datenanalyse, und speziell das Controlling. „Wir möchten auf Knopfdruck alle Entwicklungen weltweit verfolgen können, zum Beispiel mit Blick auf Umsätze oder verkaufte Stückzahlen. An den Standorten Österreich und Deutschland geht es auch ins Produktions-Controlling hinein“, so Chief Information Officer Erwin Lörracher.