Warnstreik bei Haferflockenhersteller Kölln-Beschäftigte legen erstmals in Firmengeschichte die Arbeit nieder

Von dpa 1 min Lesedauer

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Am Hauptsitz in Elmshorn haben Kölln-Beschäftigte am Nachmittag die Arbeit niedergelegt. Ein Novum für den Standort. Die NGG fordert 5,8 Prozent mehr Lohn, während das Unternehmen bislang vier Prozent über zwei Jahre anbietet.

Aufgrund eines Warnstreiks stand am Dienstag ein Teil der Produktion am Kölln-Hauptsitz für acht Stunden still. (Bild:  Peter Kölln)
Aufgrund eines Warnstreiks stand am Dienstag ein Teil der Produktion am Kölln-Hauptsitz für acht Stunden still.
(Bild: Peter Kölln)

Beschäftigte in der Produktion des Haferflockenherstellers Kölln in Elmshorn sind zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung soll um am Dienstag, den 8. September, 14.00 Uhr beginnen und um 22.00 Uhr enden, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte. Der Gewerkschaft zufolge handelt es sich um den ersten Warnstreik in der Firmengeschichte an dem Standort, dem Hauptsitz. Zudem war eine Kundgebung vor dem Werk angekündigt.

Nach Gewerkschaftsangaben verhandeln NGG und das Familienunternehmen über einen neuen Haustarifvertrag, der die Löhne der mehr als 160 Beschäftigten in der Produktion regeln soll. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 5,8 Prozent. Der Vertrag solle ein Jahr lang laufen. Laut NGG hat Kölln bereits ein Angebot vorgelegt, das aber unzureichend sei, weil es die Inflation nicht ausgleiche.

Verhandlungen gehen am Donnerstag weiter

NGG-Verhandlungsführerin Sarah Witte sagte, sie erwarte, dass die Produktion in Teilen ruhen werde. Dass es Auswirkungen auf das Angebot in Supermärkten geben werde, halte sie für unwahrscheinlich. Die Verhandlungen mit dem Lebensmittelunternehmen sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.

Kölln bietet den Mitarbeitern in der Produktion in zwei Schritten über zwei Jahre einen insgesamt vier Prozent höheren Lohn, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Unternehmen habe Vorkehrungen getroffen, um die Auswirkungen des Warnstreiks auf die Produktion so gering wie möglich zu halten.

Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 360 Menschen. Das Unternehmen wird seit Mai 2024 in siebter Generation von Friederike Driftmann geführt. 2024 erzielte Kölln einen Jahresumsatz von 154 Millionen Euro. Jüngere Zahlen liegen nicht vor.

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