Vakuumtechnik Zustandsbasierte Wartung sorgt für stabile Taktzeiten

Von Busch Group 3 min Lesedauer

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Schwankende Evakuierungszeiten bremsen Verpackungslinien aus und gefährden die Produktqualität. Fleischverarbeiter MBRF wechselt deshalb an 27 Standorten von reaktiver Reparatur der Vakuumtechnik zu herstellergestützter Diagnostik und Wartung mit Busch. Das sichert den Durchsatz und senkt Ausfallrisiken.

In großen Fleischfabriken müssen der Restsauerstoffgehalt und die Evakuierungszeit über alle Zyklen hinweg konstant bleiben, um eine stabile Produktion zu gewährleisten (Symbolbild).(Busch Group KI-generiert)
In großen Fleischfabriken müssen der Restsauerstoffgehalt und die Evakuierungszeit über alle Zyklen hinweg konstant bleiben, um eine stabile Produktion zu gewährleisten (Symbolbild).
(Busch Group KI-generiert)

MBRF ist einer der größten Fleischproduzenten der Welt. Der Konzern hat nun an 27 Produktionsstandorten in Brasilien ein zustandsbasiertes Wartungskonzept für die Vakuumtechnik in den Verpackungsmaschinen umgesetzt. Für stabile Verpackungsprozesse zu sorgen, ist bei großen Lebensmittelverarbeitern mit unterschiedlichen Produkten und Betriebsbedingungen keine leichte Aufgabe. 

Unmittelbar vor der Abdichtung wird die Verpackungskammer innerhalb einer definierten Zykluszeit evakuiert. Luft und Restgase werden entzogen, bis ein festgelegter Zieldruck erreicht ist. Dieses Drucklevel bestimmt den Restsauerstoffgehalt, während die Evakuierungszeit den Durchsatz der Verarbeitungsstrecke direkt beeinflusst. Für eine stabile Produktion müssen beide Parameter über alle Zyklen hinweg gleich bleiben.

Aus Prozesssicht ist dieser Schritt sehr sensibel: Wird der erforderliche Druck nicht konstant erreicht, schwankt die Produktqualität. Wenn die Evakuierung länger als erwartet dauert, erhöhen sich die Zykluszeiten und die Leistung der Verarbeitungslinie wird beeinträchtigt. Das Vakuum beeinflusst daher direkt die Prozessstabilität. 

Gleichbleibende Evakuierung hängt vom Zustand der Vakuumtechnik ab

Die technischen Herausforderungen ergeben sich einerseits aus dem maximalen Saugvermögen, andererseits aus der Wiederholbarkeit des Verhaltens unter wechselnden Betriebsbedingungen: Produkttyp, Feuchtigkeit, Dämpfe und Prozessschwankungen beeinflussen die Gasbelastung, welcher die Anlage ausgesetzt ist. Das System muss das erforderliche Druckniveau zuverlässig liefern, auch wenn der Betriebspunkt nicht immer gleich ist.

Der Zustand des Vakuumsystems bestimmt, ob eine Evakuierung innerhalb des geforderten Zeitfensters und auf dem geforderten Druckniveau erfolgt. Ändert sich der Zustand der Vakuumpumpe, beispielsweise aufgrund von Verschleiß, Verunreinigung oder unvollständige Wartung, ändert sich auch der Prozess. Die Folgen sind Instabilität im Evakuierungsverhalten und damit in der Verpackungsleistung.

Reaktive Wartung der Vakuumtechnik führte zu Schwankungen und Planungsunsicherheit

Bei den MBRF-Werken ist Vakuumtechnik von Busch verbaut. Früher führte entweder ein internes Team oder ein Drittanbieter viele Wartungsarbeiten an den Maschinen durch, während der Vakuumtechnikhersteller hauptsächlich Ersatzteile lieferte. Der Vor-Ort-Service des Anbieters spielte für den Fleischverarbeiter im Vergleich zu heute nur eine kleine Rolle. 

Der Ist-Zustand der Pumpen wurde netzwerkweit nicht systematisch bewertet. Infolgedessen konnte ein Leistungsabfall unbemerkt bleiben, bis dieser den Betrieb tatsächlich beeinträchtigte. Wartung und Reparatur erfolgten in der Regel reaktiv und ohne Beteiligung des Herstellers Busch.

Neues Service-Konzept für die Vakuumtechnik

Schließlich änderte das Fleischunternehmen seine Herangehensweise und schloss einen strukturierten Servicevertrag mit Busch. Ausgehend von den installierten R5-Drehschieber-Vakuumpumpen, Mink-Klauen-Vakuumpumpen und Vakuum-Boostern umfasst das Konzept vorab bezeichnete Teile und Servicestrukturen, regelmäßige Überprüfungen, einen koordinierten Vor-Ort-Service und die Verfügbarkeit von Ersatzpumpen.

Dabei erledigen MBRFs eigene Wartungsteams weiterhin Routineaufgaben wie Öl- und Filterwechsel. Busch überprüft diese Aktivitäten durch regelmäßige Inspektionen und Diagnosen. Anspruchsvollere Arbeiten, einschließlich Instandsetzungen, führt Busch dann je nach Fall entweder vor Ort oder an eigenen Standorten durch. Ersatzteile positioniert der Anbieter vorab beim Anwender.

Im Betrieb orientiert sich der Service am Zustand der Vakuumsysteme: Pumpen werden in definierten Abständen überprüft und deren Zustand dokumentiert. Kritische Einheiten werden standortbezogen identifiziert und Wartungsmaßnahmen gemeinsam mit dem Betreiber geplant, sodass sich der Zustand der Anlage, Servicetermine und die Produktionspläne aufeinander abstimmen lassen. 

Vorhersehbarer Betrieb 

Der wesentliche Vorteil für den Betreiber liegt in der besseren Steuerung des Systemzustands und damit mehr Vorhersagbarkeit im laufenden Betrieb. Da Pumpen regelmäßig von Spezialisten überprüft werden, wird eine instabile Leistung erkannt, bevor sie zu ungeplanten Unterbrechungen führt. Ein weiterer Effekt ist die größere Transparenz. Auf der Grundlage regelmäßiger Diagnosen kann MBRF Wartungs- und Betriebskosten mit höherer Genauigkeit vorhersagen. 

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„Die Partnerschaft hat sich seit Beginn des Vertrags als fester und strategischer Anker bewährt und zeichnet sich durch einen kooperativen und transparenten Ansatz sowohl bei der Ausarbeitung des Vertrags als auch bei der Durchführung der Maßnahmen aus“, bilanziert Everton Bernardi, verantwortlich für Engineering und Wartung bei MBRF.

Dieser Ansatz eignet sich für industrielle Umgebungen mit dezentralen Produktionssystemen und schwankenden Betriebsbedingungen. Wenn die Prozessleistung von dem Zustand des installierten Vakuumequipments abhängt, sorgt die Kombination aus Diagnose, geplantem Service und koordinierter Ausführung für einen stabileren Betrieb.