Zusammenlegung von BfR, MRI und BZfE Neues „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ soll drei Institute vereinen

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat 2 min Lesedauer

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Das Bundesministerium für Landwirtschaft modernisiert seine Forschungs- und Beratungslandschaft: Die Institute BfR, MRI und BZfE werden zum neuen „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ zusammengeführt. Das soll Doppelstrukturen auflösen, Abstimmungsprozesse beschleunigen und wissenschaftliche Expertise enger vernetzen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (im Bild) soll künftig drei einzelne Institute zu einer gemeinsamen Einrichtung vereinen.(Bild:  Ursula Böhmer)
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (im Bild) soll künftig drei einzelne Institute zu einer gemeinsamen Einrichtung vereinen.
(Bild: Ursula Böhmer)

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, will den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärken und treibt dazu die Staats- und Verwaltungsmodernisierung in seinem Ressort voran.

Nach der Verschlankung von Strukturen im Bundeslandwirtschaftsministerium werden das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max-Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zusammengeführt.

Mit dem neuen „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ bündelt und stärkt das BMLEH die Kompetenzen im gesundheitlichen Verbraucherschutz, wie es in einer Pressemeldung heißt. Zuständigkeiten werden klarer geordnet, wissenschaftliche Expertise enger vernetzt und Abstimmungsprozesse effizienter gestaltet. Ziel sei es, mit einer effizienten Behördenleitung Doppelstrukturen aufzulösen und Abstimmungsprozesse zu verkürzen.

Kompetenzen bündeln

Die Aufgaben der Bereiche Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung werden vereint. Damit verfolgt das neue Institut einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser umfasst neben der Chemikalien-, Produkt-, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auch das Wissen über Produktionsformen sowie wichtige Aspekte der Ernährung für Bevölkerungsgruppen aller Altersklassen.

Ernährungsbildung und Ernährungskompetenz werden gestärkt, Risikobewertungen wissenschaftlich unter Einbeziehung ernährungsphysiologischer und epidemiologischer Aspekte weiterentwickelt. Das BMLEH verbindet dadurch Ernährungssicherung und Lebensmittelsicherheit miteinander. Die geschätzte und wichtige Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Beratung und Kommunikation im Bereich Lebensmittelsicherheit wird um den Bereich der Ernährung erweitert.

Startschuss 2029

Die Zusammenführung der Nationalen Referenzlaboratorien soll die Leistungsfähigkeit in Forschung und Analytik erhöhen. Verbraucherkommunikation und wissenschaftliche Kommunikation werden zudem besser verknüpft mit dem Ziel, die Information der Öffentlichkeit und der Fachöffentlichkeit zu stärken.

Das neue Bundesinstitut soll 2029 an den Start gehen. Es bedarf eines Errichtungsgesetzes mit definierten gesetzlichen Aufgaben. Bereits zum 1. Januar 2028 werden in einem ersten Schritt die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in das BfR integriert. Zudem sollen wichtige Aufgaben des derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung in das MRI wechseln.

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