Einigung im Tarifstreit Lebensmittelbranche: Höhere Löhne für 2300 Beschäftigte

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Nach langem Tarifkonflikt erhalten Beschäftigte der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt schrittweise höhere Löhne. Was der neue Tarifvertrag konkret regelt.

Nach monatelangem Tarifkonflikt steigen die Löhne für rund 2.300 Beschäftigte der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt schrittweise. Bis 2032 sollen bestehende Unterschiede zum Westniveau weitgehend oder vollständig abgebaut werden.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Nach monatelangem Tarifkonflikt steigen die Löhne für rund 2.300 Beschäftigte der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt schrittweise. Bis 2032 sollen bestehende Unterschiede zum Westniveau weitgehend oder vollständig abgebaut werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für rund 2300 Beschäftigte der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt sollen die Löhne schrittweise an ein vergleichbares Westniveau angeglichen werden. Nach einem monatelangen Tarifkonflikt mit mehreren Warnstreiks haben sich Arbeitgeberseite und Gewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, wie beide Seiten mitteilten.

Dabei würden durch einen speziellen Anpassungsmechanismus Lohnunterschiede von 16 bis 35 % vollständig oder in größeren Teilen abgebaut, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Derzeit betrage die Lohnlücke noch 500 bis 1000 Euro.

Höhere Löhne gibt es für Beschäftigte zahlreicher bekannter Lebensmittelhersteller, wie der Sektkellerei Rotkäppchen (Freyburg), der Brezelbäckerei Ditsch (Oranienbaum-Wörlitz) und Freiberger (Osterweddingen). Bis 2032 sollen so bestehende Lohnunterschiede komplett oder fast vollständig abgebaut werden.

„Mit diesem Tarifabschluss ist der Durchbruch gelungen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Ernährungswirtschaft, Vehid Alemic. Er sprach von einem historischen Ergebnis. Für einige Unternehmen bedeute der Tarifabschluss Belastungen in Millionenhöhe.

Die langwierige Tarifrunde über mehrere Monate war nach Gewerkschaftsangaben von dem stärksten Streikgeschehen in der Branche seit der Wende geprägt. Schon vergangenen Monat hatte es einen ähnlichen Tarifabschluss für die Produktionsbetriebe des Lidl-Kaufland-Konzerns in Sachsen-Anhalt gegeben.

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