Markttrends Ernährungsindustrie Umsatzplus in Spanien und Italien, aber Energiepreise bleiben Risikofaktor

Von GTAI 2 min Lesedauer

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Spaniens Lebensmittelhersteller steigerten ihren Umsatz 2024 um 3,1 Prozent, Italiens Branche legte 2025 um 3,6 Prozent zu. Für Betreiber von Produktionsanlagen rücken jedoch steigende Energie- und Düngemittelkosten in den Fokus.

Trotz wachsender Umsätze müssen sich Anlagenbetreiber in Spanien und Italien auf höhere Energie- und Rohstoffkosten einstellen. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Trotz wachsender Umsätze müssen sich Anlagenbetreiber in Spanien und Italien auf höhere Energie- und Rohstoffkosten einstellen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die Nahrungsmittelindustrie in Spanien und Italien hat die vergangenen beiden Jahre deutlich zugelegt und investiert verstärkt in neue Produktionskapazitäten. Das geht aus aktuellen Berichten der Außenwirtschaftsgesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) hervor. Branchenverbände und Wirtschaftsforscher warnen jedoch vor steigenden Kosten im Jahr 2026, die die bisherigen Erfolge dämpfen könnten.

Spaniens Lebensmittelindustrie zwischen Umsatzplus und Preisdruck

Nach Angaben des spanischen Statistikamts INE stiegen die Umsätze der spanischen Lebensmittelhersteller 2024 um 3,1 Prozent auf 184 Milliarden Euro, während der gesamte Industriesektor um 0,8 Prozent schrumpfte. Größte Sparte bleibt die Fleischerzeugung mit einem Absatz von 42 Milliarden Euro; Spanien ist nach China und den USA drittgrößter Schweinefleischproduzent weltweit. Das Wirtschaftsforschungsinstitut FUNCAS rechnet damit, dass die Preise für unverarbeitete Lebensmittel in der zweiten Jahreshälfte 2026 um 7 bis 8 Prozent steigen, unter anderem wegen höherer Energie- und Düngemittelkosten infolge des Irankriegs. Zusätzlich belastet die im November 2025 erstmals seit 30 Jahren aufgetretene Afrikanische Schweinepest das Exportgeschäft: China, Mexiko und Japan verhängten daraufhin vorübergehende Importstopps für spanisches Schweinefleisch.

Exportrekord bei Käse und Fleisch, Sorge um Energiekosten

In Italien meldete der Verband Federalimentare für 2025 einen Umsatzanstieg um 3,6 Prozent auf 204 Milliarden Euro; die Exporte legten um 4,2 Prozent auf 62,5 Milliarden Euro zu, getragen vor allem von Käse und Milchprodukten (plus 14 Prozent) sowie Fleisch (plus 10 Prozent). Rückgänge verzeichneten Olivenöl (minus 9 Prozent) und Wein (minus 4 Prozent). Der Verband sieht in den EU-Handelsabkommen mit Indien und dem Mercosur-Raum weiteres Exportpotenzial, verweist aber auf Risiken durch US-Einfuhrzölle sowie mögliche Kostensteigerungen bei einer Eskalation der Spannungen im Nahen Osten.

In beiden Ländern erweitern Hersteller ihre Produktionskapazitäten. In Spanien will der französische Molkereikonzern Lactalis nach eigenen Angaben von 2026 bis 2030 insgesamt 200 Millionen Euro in acht spanische Werke investieren. Laut GTAI-Recherchen erweitert zudem Elian für 200 Millionen Euro eine Sojafabrik in Barcelona, Campofrío baut für 134 Millionen Euro eine neue Fleischverarbeitungsfabrik in Utiel. In Italien plant Lactalis Italia für 2026 bis 2030 eine Investition von 400 Millionen Euro, Nestlé errichtet bis 2027 für 472 Millionen Euro eine neue Tierfutterfabrik in Mantua.

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