Biobasierte Wertschöpfung aus Biertreber
Wie aus Brauereinebenströmen neue Lebensmittelrohstoffe entstehen

Von Dr. Mark Schneeberger, CTO bei EAT BEER Biotech 3 min Lesedauer

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Was tun mit Biertreber? Verfüttern? Brotbacken? Aufwendig Entsorgen? Eat Beer setzt auf Wertschöpfung und entwickelt ein modulares Fermentationsverfahren, das den Nebenstrom von Brauereien in proteinreiche Rohstoffe überführt.

Frischer Biertreber wird am Brauereistandort Stralsund direkt auf einen Lkw verladen. Weil der Nebenstrom nur begrenzt lagerfähig ist, sollte seine Wertschöpfung möglichst nah an seinem Entstehungsort erfolgen.(Bild:  Eat Beer)
Frischer Biertreber wird am Brauereistandort Stralsund direkt auf einen Lkw verladen. Weil der Nebenstrom nur begrenzt lagerfähig ist, sollte seine Wertschöpfung möglichst nah an seinem Entstehungsort erfolgen.
(Bild: Eat Beer)

Wie lassen sich Nebenströme der Lebensmittelproduktion höherwertig nutzen? Und wie kann daraus nicht nur ein funktionierender Fermentationsprozess, sondern auch ein skalierbares industrielles Geschäftsmodell entstehen? Diese Fragen gewinnen angesichts steigender Kosten und wachsender Anforderungen an die Ressourceneffizienz an Bedeutung. Einen interessanten Ausgangspunkt bietet die Brauerei: Eat Beer entwickelt einen Ansatz, um ihre organischen Nebenströme mithilfe von Pilzfermentation in neue proteinreiche Rohstoffe zu überführen – dezentral, modular und möglichst direkt am Brauereistandort.

Das Potenzial von Biertreber

Biertreber, beziehungsweise Brewers’ Spent Grain, zählt zu den größten Nebenströmen der Brauwirtschaft. Für Deutschland werden jährlich etwa 1,5 bis 2 Millionen Tonnen Frischmasse angenommen. Der größte Teil wird heute sinnvoll als Futtermittel eingesetzt. Die Nutzung für Lebensmittel eröffnet jedoch eine zusätzliche, potenziell höherwertige Wertschöpfung.