Service in der Lebensmittelindustrie
Vom Alarm zur Handlungsempfehlung: Warum Service mehr ist als Ersatzteile und Entstörung

Von Dr. Christoph Hendel, Senior Editor bei Ruess International 5 min Lesedauer

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In der Lebensmittelproduktion rückt die Verpackungslinie stärker denn je in den Fokus. Wenn am Ende der Prozesskette etwas stockt, geraten Rohwaren, Energie, Produktionszeit und Lieferfähigkeit gleichermaßen unter Druck. Starker Service reicht deshalb weit über Reparatur und Ersatzteilversorgung hinaus.

Mit schnellen Formatwechseln steigt die Anlagenverfügbarkeit.(Bild:  Gerhard Schubert)
Mit schnellen Formatwechseln steigt die Anlagenverfügbarkeit.
(Bild: Gerhard Schubert)

Dass Stillstände kosten, ist in der Produktion keine neue Erkenntnis. In der Lebensmittelindustrie kommt jedoch eine Dimension hinzu, die sich nicht allein in Euro beziffern lässt: Produkte, die zu Ausschuss werden, weil sie im Prozess stehen bleiben oder Schäden aufweisen. Uwe Galm, Prokurist und Serviceleiter bei Schubert, bringt es knapp auf den Punkt: „Abgesehen vom finanziellen Druck, den jeder Stillstand erzeugt, ist die damit einhergehende Zerstörung von Lebensmitteln auch in ethischer Hinsicht hochproblematisch.“ Nachhaltiger Service muss deshalb ungeplante Ereignisse beherrschbar machen, geplante Eingriffe verkürzen und zugleich Hygiene und Produktsicherheit absichern.

Wo Reinigung zur Servicefrage wird

Lebensmittelhersteller planen Produktreihenfolgen häufig so, dass möglichst wenig Reinigungsaufwand entsteht. Sobald jedoch potenziell allergieauslösende Stoffe oder klebrige Produkte im Spiel sind, können Reinigungsprozesse dennoch eine halbe oder ganze Schicht beanspruchen. Um allzu lange Stillstände zu vermeiden, muss jede Maschine so ausgelegt sein, dass produktberührende Bereiche zugänglich und reinigungsfreundlich bleiben.