Beschäftigung Nahrungsmittelbranche 2026 Technische Berufe bleiben Nadelöhr – jede zweite Ausbildungsstelle unbesetzt

Von Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss 2 min Lesedauer

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Trotz sinkender Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze insgesamt verschärft sich der Mangel an technischen Nachwuchskräften in der Ernährungsindustrie weiter auf 52 Prozent. Besonders gefragt sind Elektroniker, Maschinen- und Anlagenführer sowie Mechatroniker.

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) veröffentlicht mit dem Arbeitspanel 2026 aktuelle Kennzahlen zu Beschäftigung, Ausbildung und Fachkräftesituation der Branche. Wichtige Erkenntnis: Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen in technischen Berufen ist auf 52 Prozent gestiegen.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) veröffentlicht mit dem Arbeitspanel 2026 aktuelle Kennzahlen zu Beschäftigung, Ausbildung und Fachkräftesituation der Branche. Wichtige Erkenntnis: Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen in technischen Berufen ist auf 52 Prozent gestiegen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die Zahl der Beschäftigten in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie ist im Jahr 2025 leicht um 2,3 Prozent auf rund 674.000 gestiegen. Für das laufende Jahr 2026 blicken die Unternehmen mit einem verhaltenen Optimismus in die Zukunft: Mehr als die Hälfte der Betriebe (54 Prozent) rechnet mit einer stabilen Beschäftigtenzahl. Dies geht aus dem aktuellen „ANG-Arbeitspanel 2026“ hervor, das von der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e. V. (ANG) erhoben wurde. Während etwa ein Viertel der Unternehmen (23 Prozent) von einem Anstieg der Beschäftigung ausgeht, ist der Anteil der Betriebe, die einen Rückgang erwarten, im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls auf 23 Prozent gestiegen.

Engpass bei technischen Fachkräften und Auszubildenden

Ein zentrales Thema der Branche bleibt der Fachkräftemangel, der weiterhin vor allem die Besetzung technischer Schlüsselpositionen erschwert. Besonders gefragt sind derzeit:

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  • Elektroniker:innen (23 Prozent)
  • Maschinen- und Anlagenführer:innen (12 Prozent)
  • Mechatroniker:innen (11 Prozent)

Erfreuliche Nachrichten gibt es bei der generellen Ausbildungssituation: Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen sank im Berichtszeitraum um knapp vier Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Allerdings verschiebt sich die Herausforderung deutlich in den technischen Bereich. Der Mangel an Auszubildenden in technischen Berufen hat sich weiter verstärkt und liegt nun bei 52 Prozent (plus vier Prozentpunkte). In ernährungstypischen (38 Prozent) und kaufmännischen Berufen (10 Prozent) ging der Anteil unbesetzter Stellen hingegen leicht zurück.

„Dass mehr junge Menschen eine Ausbildung in unserer Branche beginnen und gleichzeitig weniger Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, ist ein ermutigendes Signal“, freut sich Kim Cheng, Hauptgeschäftsführerin der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss.

Strukturelle Veränderungen und mehr Frauen in Führungspositionen

Die Belegschaftsstruktur der Branche durchläuft einen leichten Wandel. Der Anteil der Beschäftigten in unmittelbar auftragsabhängigen Bereichen wie Produktion, Lager und Logistik sank auf gut zwei Drittel (69 Prozent), während der Anteil in Management und Verwaltung auf 31 Prozent anstieg. Auffällig ist die Entwicklung der Geschlechterverteilung: Zwar sank der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft von 42 Prozent auf 34 Prozent, jedoch verzeichnen die Unternehmen einen deutlichen Zuwachs von Frauen in den obersten Führungsetagen. Der Anteil von Frauen in Vorstands- und Geschäftsführungspositionen hat sich auf 12,3 Prozent mehr als verdoppelt (Vorjahr: 5,9 Prozent). Auf der ersten Führungsebene beziehungsweise bei Abteilungsleitungen stieg der Anteil leicht auf 21,2 Prozent.

Vollzeit bleibt Norm – Rückgang beim Homeoffice

Die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung bildet mit 75 Prozent weiterhin das starke Fundament der Arbeitsverhältnisse in der Branche. Teilzeitarbeit bleibt konstant bei 13 Prozent. Eine deutliche Trendwende zeigt sich bei der Wahl des Arbeitsortes: Die mobile Arbeit ist stark rückläufig. 90 Prozent der Arbeit findet wieder vor Ort statt, während der Anteil von Homeoffice und mobiler Arbeit von 19 Prozent im Vorjahr auf nun 10 Prozent gesunken ist. Darüber hinaus setzen die Unternehmen stark auf die Absicherung ihrer Belegschaft: 81 Prozent der Betriebe bieten eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) für alle Beschäftigten an, weitere 11 Prozent für bestimmte Beschäftigtengruppen. Auch die außerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen nahmen zu und stiegen auf 13 Prozent (Vorjahr: 1 Prozent).

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