KHS hat seine vollautomatischen Reinigungs- und Füllmaschinen für Fässer grundlegend überarbeitet. Die neue Innokeg Contikeg verarbeitet im kontinuierlichen Karussellprinzip bis zu 1.200 Kegs pro Stunde – bei gleichzeitig reduziertem CO2-Einsatz.
KHS hat die Innokeg Contikeg hinsichtlich Effizienz, Hygiene und Anlagensicherheit optimiert.
(Bild: Frank Reinhold)
KHS hat seine vollautomatischen Maschinen zum Reinigen und Füllen von Fässern weiterentwickelt. Ziel war es, Anlagenverfügbarkeit, Sicherheit und Ressourceneffizienz auf ein neues Niveau zu heben. Die Innokeg Contikeg reinigt und füllt im kontinuierlichen Karusselprinzip vollautomatisch bis zu 1.200 Kegs pro Stunde. Dabei durchlaufen die Fässer sämtliche Produktionsschritte innerhalb der Maschine im Rundlauf, ohne zwischenzeitlich abgekoppelt zu werden. Das sorgt für hohe Leistung und Prozessstabilität, verspricht der Hersteller. Mit der Verarbeitung von Gebindegrößen zwischen fünf und rund 58 Litern eignet sie sich für ein breites Produktspektrum – von Whiskey-Soda, Bier, Biermischgetränke und Wein über Wasser und Softdrinks bis hin zu Säften.
Für eine besonders ressourcen- und produktschonende Abfüllung setzt KHS auf sein Füllsystem Direct Flow Control (DFC). Anders als marktübliche Verfahren, die die Füllgeschwindigkeit über erhöhten CO2-Druck im Behälter regulieren, steuert das System die Durchflussgeschwindigkeit präzise über das DFC-Ventil. Das reduziert den CO2-Einsatz um bis zu 40 Prozent und sorgt gleichzeitig für eine kontrollierte, schaumfreie Füllung.
Zur weiteren Effizienzsteigerung trägt ein integrierter Zentralverteiler bei. Dieser steuert die Medienführung zentral und reduziert so die Anzahl einzelner Ventilschaltungen im Kernprozess. Das verringert die Anlagenkomplexität, minimiert den Verschleiß und erhöht zugleich die Prozessstabilität.
Grundlegend weiterentwickelt hat KHS die Medienversorgung seiner neuen Lösung. Die bisherige L-förmige Medienübergabe wurde durch einen neuen Ventilknoten ersetzt, der bereits im Fülltechnikportfolio von KHS Anwendung findet. Dank des standardisierten, segmentübergreifenden Einsatzes werden Bedienung und Wartung erleichtert sowie die weltweit verfügbare Ersatzteilversorgung verbessert.
Effiziente Bedienung und hohe Anlagenverfügbarkeit
Die Innokeg Contikeg zeichnet sich durch eine intuitive Anlagenbedienung aus. Bediener steuern die vollautomatische Hochleistungsmaschine über das bewährte KHS-Bedienpanel ClearLine HMI. Es lokalisiert Störungen exakt und vereinfacht dadurch die Fehlerbehebung. Die Anlagenverfügbarkeit steigt folglich. Das neue Meldesystem zahlt ebenfalls auf die hohe Maschinenverfügbarkeit ein: Tritt an einem der Füllköpfe eine Störmeldung auf, schaltet die Maschine ausschließlich diesen vollautomatisch ab. Die Abfüllung läuft ununterbrochen weiter. Bei Linearmaschinen kann der Ausfall einer Station dagegen die gesamte Prozesskette stoppen. Dasselbe Ziel verfolgt KHS mit seiner neuen IO-LinkTechnik, die die Diagnose und Wartung erheblich vereinfacht. Fällt ein Sensor aus, lokalisiert das System die Störung präzise. Nach dem manuellen Austausch werden die Parameter automatisch auf den neuen Sensor übertragen, sodass die Maschine schnell wieder produktionsbereit ist.
Hygienisch sicher und rechtlich zukunftsfest
Für ein verbessertes hygienisches Design nutzt KHS eine pulsierende Spritzung mit bis zu drei verschiedenen chemischen Reinigungsmedien. Besonders bei der Reinigung kritischer Keg-Innenbereiche wie Fitting und Federpakete spielt die Einweichfunktion ihre Stärken aus. Zudem haben die Entwickler durch die Integration des neuen Ventilknotens Verkabelungen vereinfacht und so mögliche Gefahren im Bereich Hygiene beseitigt. Von diesen Verbesserungen profitieren insbesondere sensible Getränke wie alkoholfreie und 0,0-Biere, da hier sehr hohe Anforderungen an die mikrobiologische Sicherheit bestehen.
Zudem erfüllt die Überarbeitung die aktuelle und für alle Maschinen relevante Norm DIN EN 415-2:2025 und berücksichtigt bereits heute die Anforderungen der ab Januar 2027 verbindlich anzuwendenden EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 sowie des EU Cyber Resilience Act. Für die Vergabe der CE-Kennzeichnung gewinnt die Cybersicherheit zunehmend an Bedeutung. Hersteller sind künftig gefordert, den Schutz ihrer Produkte vor digitalen Angriffen nachzuweisen. Die regulatorische Grundlage bilden der EU Cyber Resilience Act sowie die Radio Equipment Directive mit ihren Anforderungen an die IT- und OT-Sicherheit. Auch die containerfähige Plug-and-Produce-Maschine Innokeg Combikeg basiert auf neuester Technologie. Im Unterschied zum großen Bruder vereint sie die gesamte Linie in einer kompakten Maschine und deckt ein kleineres Leistungsspektrum ab. Dadurch bietet sie Kunden eine besonders platzsparende, schnell integrierbare Lösung, die bereits heute die Anforderungen der künftigen EU-Maschinenverordnung sowie des EU Cyber Resilience Act berücksichtigt.
Stand: 08.12.2025
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