Food Safety und Anlagenplanung Gute Reinigung braucht gute Konstruktion: Hygienic Design
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In der Lebensmittelproduktion gehen bis zu 20 Prozent der Betriebszeit für Reinigungsarbeiten verloren. Zumindest, wenn die Anlagen veraltet sind und noch nicht nach hygienischem Design optimiert. Denn mit einem vorausschauenden Anlagendesign sparen Lebensmittelproduzenten Reinigungszeit und steigern die Produktsicherheit. Zwei Experten der European Hygienic Engineering & Design Group geben Tipps und Handlungsimpulse für hygienisches Design.
Mehr als 5.400 Lebensmittelwarnungen registrierte das europäische Schnellwarnsystem RASFF allein im Jahr 2025 – ein neuer Höchststand [1]. Gleichzeitig beansprucht die Reinigung in der Lebensmittelproduktion 15 bis 20 Prozent der täglichen Betriebszeit [2]. Diese Daten verdeutlichen, dass Hygienic Design heute weit mehr als ein technisches Detail ist. Nur wer schon bei der Anlagengestaltung auf die Reinigbarkeit achtet und vorausschauend investiert, sichert eine reibungslose Produktion und höchsten Qualitätsanspruch für die prozessierten Lebensmittel. Zwei Experten der European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) beleuchten, welche Fehleinschätzungen in der Praxis besonders folgenreich sind – und warum Wien im Oktober 2026 zum internationalen Treffpunkt der Food Safety Branche wird.
Hygienic Design als Managementstrategie
Food Safety ist Chefsache – nicht nur als Bekenntnis, sondern als rechtliche und betriebliche Realität. Doch zwischen dem theoretischen Anspruch auf dem Papier und der hygienisch „richtigen“ Bedienung der Anlage klafft in der Praxis oft eine erhebliche Lücke. Dr. Gerhard Schleining, Vorsitzender der European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) Regionalsektion Österreich und autorisierter EHEDG-Trainer, bringt die Zusammenhänge auf den Punkt: „Food Safety ist die Verantwortung des Managements und betrifft die Hygiene – welche wesentlich von der Reinigbarkeit abhängt. Ein wesentliches Ziel von Hygienic Design ist, die Reinigbarkeit zu verbessern. Das spart Kosten: einerseits durch eine kürzere Reinigungszeit, andererseits können auch Reinigungs- und Desinfektionsmittel eingespart werden.“
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