Läutern hochkonzentrierter Würzen High-Gravity-Brauen: Mahlen, Maischen, Läutern als Gesamtsystem denken

Von GEA Group 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Höhere Würzekonzentrationen senken Energie- und Wasserbedarf im Sudhaus – stoßen bei bestehenden Läutersystemen aber an Grenzen. Mit dem Forschungsprojekt SUD-2030 entwickelt GEA gemeinsam mit Forschungspartnern einen systemischen Ansatz, der Mahlen, Maischen und Läutern gemeinsam optimiert.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit den Vertretern der Unternehmen, die am 16. Juli 2026 im Prinz-Carl-Palais in München Förderbescheide aus dem Bayerischen Transformationsfonds erhielten. Die Förderung für das Forschungsprojekt SUD-2030 nahmen Jens Neidhardt und Dr. Daniel Heller entgegen.(Bild:  Lennart Preiss / Bayerische Staatskanzlei)
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit den Vertretern der Unternehmen, die am 16. Juli 2026 im Prinz-Carl-Palais in München Förderbescheide aus dem Bayerischen Transformationsfonds erhielten. Die Förderung für das Forschungsprojekt SUD-2030 nahmen Jens Neidhardt und Dr. Daniel Heller entgegen.
(Bild: Lennart Preiss / Bayerische Staatskanzlei)

Hohe Würzekonzentrationen gelten als wichtiger Hebel für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Sudhaus von Brauereien: Je dichter die Würze, desto weniger Wasser muss im Prozess miterhitzt, -gekühlt oder zusätzlich aufbereitet werden. Das senkt den Energie- und Wasserbedarf pro produzierter Biermenge und ermöglicht gleichzeitig kompaktere, kostengünstigere Anlagen. Bestehende Läutersysteme stoßen beim sogenannten High-Gravity-Brauen jedoch an technische und wirtschaftliche Grenzen. Mit dem Forschungsprojekt SUD-2030 verfolgt GEA deshalb einen Ansatz, der die Prozessschritte Mahlen, Maischen und Läutern nicht getrennt, sondern als zusammenhängendes System betrachtet.

„Die Leistung eines Sudhauses wird nicht allein durch den Läuterprozess bestimmt. Mahlen, Maischen und Läutern beeinflussen sich gegenseitig – und genau darin liegt der Hebel. Statt einzelne Schritte zu optimieren, entwickeln wir sie als ein zusammenhängendes System“, sagt Daniel Heller, Project Manager Research & Development bei GEA. „So wollen wir Brauereien künftig mehr Spielraum bei Ressourceneinsatz und Anlagenkonzepten eröffnen.“

Wie beeinflussen Mahlen und Maischen den Läuterprozess?

Der Läuterprozess prägt maßgeblich die Wirtschaftlichkeit eines Sudhauses: Er beeinflusst Produktionszeiten, Extraktausbeute, Würzequalität und Anlagenauslegung. SUD-2030 untersucht, wie sich die Voraussetzungen für den Läuterprozess bereits in den vorgelagerten Schritten Mahlen und Maischen gezielt verbessern lassen. Das Projekt soll neue Erkenntnisse für die Auslegung künftiger Sudhauskonzepte liefern und Potenziale für höhere Würzekonzentrationen bei gleichzeitig stabilen Prozessen erschließen.

Die Entwicklungsarbeiten reichen von Laboruntersuchungen über Versuche im Technikumsmaßstab bis zu einem Demonstrator unter industrienahen Bedingungen. Für die wissenschaftliche Begleitung arbeitet GEA mit Forschungspartnern aus Bayern, unter anderem der Technischen Universität München, zusammen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen schrittweise in industrielle Anwendungen übertragen und unter realitätsnahen Bedingungen validiert werden. Das Vorhaben wird von der Bayerischen Transformations- und Forschungsstiftung aus dem Transformationsfonds für bayerische Unternehmen im Umbruch gefördert.

(ID:50904614)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung