Strategiestreit an der Brauereispitze Zweiter Chefwechsel bei Oettinger binnen eines Jahres

Von dpa 1 min Lesedauer

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Die Großbrauerei Oettinger sucht bereits wieder einen neuen Geschäftsführer, nachdem Thilo R. Pomykala sein Amt niederlegt. Hintergrund sind Differenzen mit der Gesellschafterfamilie über die künftige strategische Richtung.

Thilo R. Pomykala legt sein Amt als Chef der Geschäftsführung bei Oettinger im gegenseitigen Einvernehmen mit der Gesellschafterfamilie nieder. (Bild:  Oettinger)
Thilo R. Pomykala legt sein Amt als Chef der Geschäftsführung bei Oettinger im gegenseitigen Einvernehmen mit der Gesellschafterfamilie nieder.
(Bild: Oettinger)

Die Großbrauerei Oettinger muss sich nach wenigen Monaten schon wieder einen neuen Geschäftsführer suchen. Wie das Unternehmen berichtet, hat sich Thilo R. Pomykala entschieden, sein Amt als Chef der Geschäftsführung der Brauerei im schwäbischen Oettingen niederzulegen.

Die Entscheidung erfolge im gegenseitigen Einvernehmen mit der Gesellschafterfamilie. „Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen zur weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens“, hieß es zur Begründung. Es sei bereits die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin eingeleitet.

Kurze Amtszeit für Pomykala

Pomykala hatte erst im April den Posten übernommen, nachdem der vorhergehende Unternehmenschef Stefan Blaschak nach drei Jahren bei Oettinger seinen Vertrag auslaufen ließ und nicht verlängerte. Zu der Geschäftsführung des Unternehmens gehört auch Inhaberin Pia Kollmar, die die Bereiche Finanzen und Strategie verantwortet.

Dritte Geschäftsführerin ist Dominika Steinberg, die unter anderem für die Produktion zuständig ist. Das Familienunternehmen hat rund 700 Beschäftigte und produziert außer am Stammsitz in Bayern auch in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen.

Bierausstoß rückläufig – Oettinger bleibt Nummer vier in Deutschland

Laut einer Statistik des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas aus Nürnberg war der Bierausstoß von Oettinger im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 674 Millionen Liter gesunken. Damit ist das Unternehmen nach Bierausstoß weltweit die Nummer 32, innerhalb Deutschlands die Nummer vier hinter Radeberger, Paulaner und der TCB Beteiligungsgesellschaft, zu der unter anderem Frankfurter Brauhaus, Feldschlößchen und die Gilde Brauerei gehören.

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