Energieversorgung bei Brauereien Energieversorgung überwachen mit Steuerungstechnik
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Eine stabile Energieversorgung ist das A+O für eine Brauerei. Deshalb hat der Betreiber bei einem Umbau die konventionelle Datenübertragung der Leitstelle auf moderne Bustechnik umgerüstet.
Gerade in den ersten Schritten des Brauprozesses spielt die Bereitstellung der Prozesswärme eine wichtige Rolle. Andere Schritte, wie beispielsweise Kühlung und Abfüllung, haben ebenfalls einen hohen Bedarf an elektrischer Energie. Daher setzt die Brauerei Karlsberg in Homburg/Saar eine eigene Dampfturbine zur Erzeugung elektrischer Energie ein. Die Überwachung der Energieversorgung geschieht mit Steuerungstechnik von Wago. Die Brauerei verbindet die Erzeugung der Prozesswärme in Form von Dampf mit der Erzeugung elektrischer Energie durch eine Dampfturbine. Ein mit Kohle beheizter Kessel erzeugt Dampf mit einem Druck von 52 bar, der die Dampfturbine antreibt. Über ein Getriebe treibt diese wiederum einen Generator an, der eine Spannung von 3150 V erzeugt. Ein nachgeschalteter 5-MVA-Blocktransformator wandelt diese in 20-kV-Mittelspannung, die in das betriebseigene Mittelspannungsnetz eingespeist wird. Der Dampf steht dann für den Brauprozess zur Verfügung. Auf diese Weise können wir durchschnittlich 45 % unserer elektrischen Energie selbst erzeugen“, sagt Peter Baltes, verantwortlich in der Brauerei für den Bereich Elektrotechnik in den Abteilungen Produktion und Energie. Eine 20-kV-Einspeisung vom lokalen Energieversorger deckt den übrigen Bedarf an elektrischer Energie.
Sichere Überwachung des Netzes
Die Brauerei verfügt über ein eigenes 20-kV-Mittelspannungsnetz, das sowohl vom EVU als auch vom Generator der Dampfturbine gespeist wird. An insgesamt sieben Stellen auf dem Betriebsgelände wandeln Transformatoren die Mittelspannung in Niederspannung für die Versorgung der elektrischen Verbraucher. „Für uns ist es sehr wichtig, dieses Mittelspannungsnetz zu überwachen“, sagt Baltes, „da ein Ausfall zum Stillstand aller Anlagen führen würde.“ Die alte 20-kV-Schutztechnik und die dort verwendeten mechanischen Schutzrelais, die gemeinsam mit dem Bau der Turbine und des Generators 1981 in Betrieb gegangen sind, sollten erneuert werden. Die Brauerei beauftragte Imtech Deutschland als technischen Gebäudeausrüster mit der Modernisierung. Moderne Schutzrelais von ABB sollten dabei die alten Schutzrelais auf der Mittelspannungsseite ersetzen. „Im Zuge der Umbaumaßnahmen wollten wir die konventionelle Datenübertragung in die Leitstelle auf moderne Bustechnik umrüsten“, nennt Manuel Müller, Leiter Schaltanlagenbau bei Imtech, eines der Ziele. In der Leitstelle überwacht das Personal nicht nur die Prozessleittechnik der Brauerei sondern gleichzeitig die gesamte Energieversorgung.
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