Energieoptimierung in der Lebensmittelproduktion
Resilienz, Effizienz, Wirtschaftlichkeit: Der Dreiklang der Energiewende für Molkereien und Brauereien

Von Thomas Karpa, Product Manager bei Siemens 5 min Lesedauer

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Molkereien, Brauereien und Backbetriebe verschenken bislang wertvolle Abwärme aus Kälteanlagen, Sudhaus- oder Ofenprozessen. Mit Industriewärmepumpen, Energiespeichern und digitalem Energiemanagement lässt sich dieses Potenzial systematisch erschließen.

Backprozesse liefern wertvolle Abwärme, die viele Backbetriebe bislang kaum nutzen, um Energiekosten und CO2-Emissionen zu senken.(Bild:  Siemens AG)
Backprozesse liefern wertvolle Abwärme, die viele Backbetriebe bislang kaum nutzen, um Energiekosten und CO2-Emissionen zu senken.
(Bild: Siemens AG)

Nach Berechnungen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat das deutsche „produzierende Ernährungsgewerbe“ im Jahr 2024 über 231,6 Mio. Gigajoule Energie verbraucht – mehr als zehn Prozent des gesamten Endenergiebedarfs aller Industriebranchen. Weiter steigende, volatile Energiepreise und verschärfte Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit erhöhen damit in einer ohnehin preissensiblen Branche den Druck auf Unternehmen, ihre Energieversorgung neu zu gestalten. Drei zentrale Ziele stehen dabei im Fokus: die Steigerung von Resilienz & Versorgungssicherheit, Energie- & CO2-Effizienz sowie von Wirtschaftlichkeit & Preisstabilität.

Schlüsseltechnologien: Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung

Charakteristisch für die Lebensmittelproduktion ist der hohe Bedarf an Wärme und Kälte. Gleichzeitig entstehen dabei erhebliche Mengen bislang ungenutzter Abwärme, beispielsweise aus Kälteanlagen, Kompressoren, Druckluftsystemen oder thermischen Produktionsanlagen. Geeignete Technologien zur Nutzung dieser Abwärme-Potenziale sind Wärmerückgewinnungssysteme (zur Wärmerückgewinnung aus Kälteanlagen) sowie Industriewärmepumpen.