Tag des Deutschen Bieres Alkoholfreies boomt, doch 137 Betriebe mussten schließen

Von dpa, DBB 1 min Lesedauer

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Zum Tag des Deutschen Bieres zieht die Branche eine gemischte Bilanz: Während alkoholfreie Biere boomen, kämpfen die Brauereien mit massiven Absatzrückgängen und Betriebsschließungen.

Zum Tag des Deutschen Bieres: In schwerenn Zeiten der Brauwirtschaft ist alkoholfreies Bier der Hoffnungsträger.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zum Tag des Deutschen Bieres: In schwerenn Zeiten der Brauwirtschaft ist alkoholfreies Bier der Hoffnungsträger.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) verzeichnet für 2025 einen dramatischen Rückgang beim alkoholhaltigen Bier um 5,8 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Liter. Dagegen wächst das Segment alkoholfreier Biere dynamisch: Mit 750 Millionen Litern produzierten die Brauereien 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr – die Produktion hat sich in zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. „Alkoholfreie Biere sind längst kein Nischenprodukt mehr, sondern ein zentraler Wachstumstreiber“, betont DBB-Präsident Christian Weber. Der Marktanteil alkoholfreier Varianten liegt mittlerweile bei 11 Prozent, womit Deutschland europaweit führend ist.

In der Beliebtheit belegt Alkoholfreies bereits Platz 3 hinter dem Marktführer Pils (50%) und Hellbier (12%).

Export-Einbruch im Südwesten

Besonders dramatisch entwickelt sich der Export: Baden-württembergische Brauereien exportierten 2025 nur noch gut eine Million Hektoliter – ein Minus von 26,6 Prozent. Hauptgrund ist der Einbruch der Russland-Exporte von über einem Viertel (2024) auf nur noch 1,2 Prozent des Gesamtexports. Wichtigste Abnehmer sind nun Italien (20%), Frankreich (16,9%) und China (14,3%).

Brauereisterben setzt sich fort

Nach einem Höchststand von 1.552 Brauereien im Jahr 2019 mussten seither 137 Betriebe aufgeben – aktuell gibt es noch 1.415 Braustätten in Deutschland. Trotzdem blieb die Beschäftigtenzahl mit 27.400 Mitarbeitern stabil.

Appell an die Politik

DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele warnt: „2026 wird für uns ein sehr hartes Jahr.“ Die Branche fordert von der Bundesregierung dringend eine verlässliche Energiepolitik, Bürokratieabbau und schnellere Verfahren. „Was wir sicher nicht brauchen, sind Diskussionen über neue Steuern und höhere Abgaben“, so Eichele. Steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik sowie schwache Konsumstimmung belasten die energieintensiven Betriebe massiv.

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