Hybridgetriebe Schmierfreies und stoßfestes Spindelhubgetriebe

Von Dagmar Merger 2 min Lesedauer

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Das neue Apiro-Spindelhubgetriebe von Igus besteht aus Hochleistungskunststoff, aber hat ein Zinkdruckguss-Gehäuse. Die wartungsfreien, flexibel einsetzbaren Hybridgetriebe eignen sich auch für raue Umgebungen. 

Speziell für raue Bedingungen, beispielsweise in der Gassenverstellung für Getränke, hat Igus das wartungsfreie Apiro-HD-Getriebe mit einem robusten Außengehäuse entwickelt. (Bild:  Igus)
Speziell für raue Bedingungen, beispielsweise in der Gassenverstellung für Getränke, hat Igus das wartungsfreie Apiro-HD-Getriebe mit einem robusten Außengehäuse entwickelt.
(Bild: Igus)

Der Umstieg von klassischen Metallgetrieben auf Spindelhubgetriebe aus speziellem Kunststoff der Serie Drygear Apiro verspricht mehrere Vorteile: reduzierte Kosten, geringeres Gewicht und den Verzicht auf Schmiermittel. Doch viele Konstrukteure konnten bislang nicht wechseln, da die Einsatzumgebungen zu rau und zu anspruchsvoll waren. Mit dem Drygear Apiro HD stellt Igus nun eine Hybridlösung vor, die genau diese Lücke schließt: Das Schneckengetriebe besteht nach wie vor aus schmierfreiem Tribopolymeren. Ein Zinkdruckguss-Gehäuse sorgt für die nötige Robustheit.

Schmierfreies Hybridgetriebe hält Stöße aus

Hintergrund ist, dass es einige einfache Verstellaufgaben gibt, bei denen Metallgetriebe überdimensioniert, zu schwer, zu wartungsintensiv und oft auch zu teuer sind. Eine Alternative ist hier der Getriebebaukasten Apiro von Igus. Aus seinen Gelenken, Antriebseinheiten und Getrieben, die zum großen Teil aus Spezialkunststoffen bestehen, lassen sich leichte, kostengünstige und schmierfreie Automatisierungslösungen konstruieren, etwa einfache Pusher-Systeme in der Intralogistik oder auch Formatverstellungen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie. 

„Wir haben allerdings häufiger die Rückmeldung von interessierten Konstrukteuren erhalten, dass sie befürchten, die Getriebe könnten bei anspruchsvolleren Einsätzen Schaden nehmen, zum Beispiel durch Stöße vom Fördergut“, sagt Steffen Schack, Leiter Vertrieb Drygear Zahnrad- und Getriebetechnik. „Wir haben deshalb für ein häufig verwendetes Modell, das Apiro-Spindelhubgetriebe, ein Gehäuse im Zinkdruckguss gefertigt, sodass es nun auch für rauere Umgebungsbedingungen geeignet ist.“

Schneckengetriebe mit bis zu 70 Kilogramm belasten

Dank des neuen Zinkdruckgehäuses erhöht sich die Belastbarkeit des Getriebes. Das steifere Gehäusematerial ermöglicht eine mechanische Belastung bis zu 70 Kilogramm und eine dynamische Last des Getriebes bis zu 25 Kilogramm. „Mit dem neuen Gehäuse reagieren wir auf die erhöhten Anforderungen in der Formatverstellung und sichern so die Funktion auch gegen mechanische Stöße“, sagt Judith Merz, Leiterin des Geschäftsbereichs Drygear Zahnrad- und Getriebetechnik. 

Zinkdruckguss ist zudem kostengünstiger in der Herstellung als Aluminium oder Stahl. Das Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit aus. Dank des niedrigen Schmelzpunkts lässt sich Zink hervorragend verarbeiten und ermöglicht eine präzise, maßhaltige Fertigung. Dadurch sinken sowohl der Energiebedarf als auch der Aufwand für die Nachbearbeitung. Im Inneren dieser Hybridversion arbeitet weiterhin das Kunststoff-Schneckengetriebe mit einer 4:1-Übersetzung, sodass die Schmier- und Wartungsfreiheit erhalten bleiben. „Wir haben somit einen Hybriden geschaffen, der besonders robust ist und gleichzeitig wirtschaftlich“, resümiert Geschäftsbereichsleiterin Merz.

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