Markt für Schokolade und Kakao San Marino ist Spitzenreiter beim Schokoladenkonsum aus Baden-Württemberg

Von dpa, BDSI 1 min Lesedauer

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Der Zwergstaat San Marino führt den Pro-Kopf-Vergleich beim Import von baden-württembergischer Schokolade an – mit rechnerisch 82 Tafeln pro Einwohner. Trotz sinkender Exportmengen verzeichnet die Branche einen überraschenden Wertzuwachs.

Schokoladen-Exporte aus Baden-Württemberg sanken 2024.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Schokoladen-Exporte aus Baden-Württemberg sanken 2024.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

San Marino ist der Spitzenreiter unter den Liebhabern von Schokolade aus Baden-Württemberg – zumindest im Pro-Kopf-Vergleich. Der Zwergstaat in Südeuropa importierte 2024 gemessen an seiner Einwohnerzahl die meiste Schokolade aus dem Südwesten: Rein rechnerisch knapp 82 Tafeln zu je 100 Gramm pro Kopf, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Die Auswertung bezieht sich auf vorläufige Ergebnisse der Außenhandelsstatistik.

Insgesamt exportierte Baden-Württemberg rund 185.100 Tonnen Schokolade und kakaohaltige Produkte – ein Rückgang um knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Ausfuhrwert stieg dennoch um gut 17 Prozent auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Hintergrund dürften unter anderem die hohen Kakaopreise sein.

Süßer Spitzenwert im Zwergstaat

San Marino erhielt zwar nur einen winzigen Teil der gesamten Exportmenge. Mit 277 Tonnen landete der Staat auf Platz 39 des Rankings. Doch mit nur rund 34.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ergibt sich ein süßer Spitzenwert. Zum Vergleich: Frankreich – mit mehr als 26.000 Tonnen größter Abnehmer von Südwest-Schokolade – kommt rechnerisch auf knapp vier Tafeln pro Kopf.

San Marino ist das fünftkleinste Land der Welt. Der Ministaat ist vollständig umgeben von Italien und nur 61 Quadratkilometer groß. In Baden-Württemberg gibt es mehrere Schokoladenhersteller. Einer der bekanntesten ist Ritter Sport aus Waldenbuch (Kreis Böblingen).

Kakaovermahlung in Deutschland und Europa erneut rückläufig

Die 10 von der Bohne aus arbeitenden Unternehmen in Deutschland, die mit ihren Produktionsstätten am Meldeverfahren des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) teilnehmen, haben im 2. Quartal 2025 insgesamt 84.280,4 Tonnen Kakao vermahlen. Dies ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal mit -17,09 Prozent ein deutlicher Rückgang der Kakaovermahlung.

Auch in Europa setzt sich diese negative Entwicklung weiter fort. Die Europäische Kakaoorganisation (ECA) meldet unter www.eurococoa.com für das 2. Quartal 2025, dass 331.762 Tonnen Rohkakao vermahlen wurden. Dies entspricht einem Rückgang von -7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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