Führungswechsel wegen Compliance-Verstoß Nestlé wechselt nach wenigen Monaten erneut den Chef

Von dpa 1 min Lesedauer

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Laurent Freixe muss nach nur wenigen Monaten im Amt gehen – Grund ist eine nicht gemeldete romantische Beziehung zu einer Untergebenen. Nespresso-Chef Philipp Navratil übernimmt sofort die Konzernführung.

Nestlé entlässt Konzernchef Laurent Freixe wegen einer nicht gemeldeten Beziehung zu Mitarbeiterin. Nun übernimmt Nespresso-Chef-Philipp Navratil die Konzernführung.(Bild:  Nestlé)
Nestlé entlässt Konzernchef Laurent Freixe wegen einer nicht gemeldeten Beziehung zu Mitarbeiterin. Nun übernimmt Nespresso-Chef-Philipp Navratil die Konzernführung.
(Bild: Nestlé)

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat Konzernchef Laurent Freixe mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Der Schritt folge auf eine Untersuchung zu einer nicht offengelegten „romantischen Beziehung“ Freixes mit einer ihm direkt unterstellten Mitarbeiterin, wie das Unternehmen in Vevey mitteilte.

Der Verwaltungsrat sah im Verhalten von Freixe einen Verstoß gegen den Nestlé-Verhaltenskodex sowie interne Richtlinien, wie es hieß. „Das war eine notwendige Entscheidung“, sagte Nestlé-Chairman Paul Bulcke. Er dankte Freixe für seine jahrelangen Dienste für Nestlé.

Zum neuen Konzernchef ernannte der Verwaltungsrat Nespresso-Chef Philipp Navratil. Das Gremium betonte, die strategische Ausrichtung bleibe unverändert, man wolle aber das Tempo bei Wachstum und Effizienz steigern.

Navratil ist seit 24 Jahren bei Nestlé. Er begann seine Karriere bei dem Unternehmen 2001 in der internen Revision. Vor einem Jahr wurde er zum Nespresso-Chef ernannt. Seit Anfang Januar sitzt Navratil in der Konzernleitung.

Dritter CEO innerhalb kurzer Zeit

Für Nestlé ist es der nächste abrupte Führungswechsel in vergleichsweise kurzer Zeit. Freixe hatte erst im September 2024 die Führung bei Nestlé übernommen und damals den deutschen Manager und früheren Fresenius-Chef Mark Schneider abgelöst.

Nestlé mit rund 277.000 Beschäftigten ist der größte Lebensmittelkonzern der Welt. Das Unternehmen vertreibt nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Marken in 185 Ländern und kommt auf einen Börsenwert von mehr als 200 Milliarden Euro. In den vergangenen Jahren hatte sich der Aktienkurs schwach entwickelt, was Kritik von Investoren hervorrief.

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