Jahresergebnisse 2025 Marke schlägt Rohstoff – wie die Lebensmittelbranche auseinanderdriftet

Von Manja Wühr 1 min Lesedauer

Wer auf Qualität, Premium und Diversifikation setzt, wächst – wer von Rohstoffmärkten abhängt, verliert. Mutti, Oetker und Südzucker liefern dafür 2025 den Beweis.

Die Jahresergebnisse 2025 lesen sich wie ein Lehrstück über Strategie und Scheitern. Was Mutti und Oetker richtig machen – und warum Südzucker tief in der Krise steckt.(Bild:  Gemini 3.1 Flash Image / KI-generiert)
Die Jahresergebnisse 2025 lesen sich wie ein Lehrstück über Strategie und Scheitern. Was Mutti und Oetker richtig machen – und warum Südzucker tief in der Krise steckt.
(Bild: Gemini 3.1 Flash Image / KI-generiert)

Die Jahresergebnisse 2025 offenbaren eine wachsende Schere in der Lebensmittelbranche: Unternehmen mit starker Markenidentität, Premium-Positionierung und Diversifikationsstrategie wachsen trotz geopolitischer Spannungen und herausfordernder Rahmenbedingungen – während rohstoffabhängige Geschäftsmodelle massiv unter Druck geraten. Das belegen die aktuellen Jahreszahlen von Mutti, der Oetker-Gruppe und Südzucker eindrucksvoll.

Bestes Beispiel für die Kraft einer konsequenten Qualitätsstrategie ist Mutti: Der italienische Tomatenmarktführer steigerte seinen Gesamtumsatz 2025 um 10,6 Prozent auf 777 Millionen Euro und verarbeitete mit über 725.000 Tonnen Tomaten so viel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Besonders dynamisch entwickelte sich Deutschland, wo Mutti den wertmäßigen Marktanteil seit 2017 von 1,7 auf 14,2 Prozent ausbaute und den Umsatz auf 81 Millionen Euro steigerte. Das entspricht einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Oetker-Gruppe untermauerte mit einem Gesamtumsatz von über 7,1 Milliarden Euro ihre Stärke: Wachstumstreiber waren das Nahrungsmittelgeschäft mit knapp 4,3 Milliarden Euro sowie der Rollout der Premium-Tiefkühlpizza Suprema in neue Märkte. Beide Unternehmen investieren konsequent in die Zukunft – Mutti plant allein für 2026 rund 42 Millionen Euro, die Oetker-Gruppe steckte im vergangenen Jahr mehr als 330 Millionen Euro in Kapazitäten, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Das Gegenmodell liefert Südzucker: Europas größter Zuckerproduzent schloss das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Nettoverlust von 362 Millionen Euro ab – mehr als viermal so viel wie im Vorjahr – und musste seinen Umsatz um knapp 14 Prozent auf 8,35 Milliarden Euro korrigieren. Hohe außerordentliche Abschreibungen auf das Anlagevermögen und ein anhaltend schwieriges Marktumfeld zwangen das Unternehmen, die Dividende vollständig zu streichen. Die Prognose für 2026/27 – Umsatz zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro, EBITDA zwischen 480 und 680 Millionen Euro – lässt keine schnelle Erholung erwarten.

(ID:50857029)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung