Anlagenbau für Aromenhersteller 50 Prozent mehr Aromen: Neue Mischanlage macht Symrise flexibler und schneller

Quelle: Pressemitteilung GEA 2 min Lesedauer

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GEA errichtet für Symrise in Holzminden eine großtechnische Aromenmischanlage, die ab Frühjahr 2026 die Produktionskapazität um bis zu 50 Prozent steigern soll. Die Anlage verarbeitet ein breites Spektrum an Rohstoffen – von Vanilleextrakten bis Fleischaromen – und erfüllt höchste Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Flüssige Aromen von Symrise verleihen Milchprodukten wie Joghurt, Desserts oder Getränken ihren charakteristischen Geschmack – hergestellt mit Prozesstechnologie von GEA. (Bild:  Symrise)
Flüssige Aromen von Symrise verleihen Milchprodukten wie Joghurt, Desserts oder Getränken ihren charakteristischen Geschmack – hergestellt mit Prozesstechnologie von GEA.
(Bild: Symrise)

GEA errichtet für den Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen Symrise eine großtechnische Mischanlage zur Herstellung von Aromen am Hauptstandort Holzminden, Niedersachsen. Ziel war es, die Produktionskapazitäten zu steigern und die Flexibilität zu erhöhen. Die Anlage wird bereits seit Sommer 2025 installiert, die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2026 geplant. „Die neue Anlage erhöht unsere Kapazität um bis zu 50 Prozent und verkürzt unsere Lieferzeiten deutlich“, sagt Karsten Zota, Factory Manager Liquid Compounding, Symrise. „Dadurch gewinnen wir an Flexibilität und können die wachsende Nachfrage unserer Kunden noch besser bedienen.“

Komplexe Rohstoffe – komplexe Anforderungen

Die produzierten Aromen – darunter Vanilleextrakte, Zitrusöle, Fleischaromen oder mentholhaltige Essenzen – werden sowohl intern weiterverarbeitet als auch als Zutaten an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie geliefert. Sie kommen in einer Vielzahl von Endprodukten zum Einsatz, von Joghurt und Süßwaren bis hin zu herzhaften Fertiggerichten und Getränken Das stellt hohe Ansprüche an Technik und Sicherheit. Ethanolhaltige Produkte erfordern explosionsgeschützte Auslegung (ATEX), Pulver bringen zusätzliche Staubrisiken mit sich.

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Substanzen wie Zitrusöle greifen Materialien an und verlangen spezielle Dichtungen. Auch die Spanne der Viskositäten – von wasserähnlich dünnflüssig bis sirupartig – sowie Temperaturen von –20 bis +80 °C erfordern eine präzise Prozessführung. Hinzu kommt: geruchsintensive Mentholmischungen, koschere Rezepturen oder süße Aromen dürfen sich nicht gegenseitig beeinflussen. Die neue Anlage erfüllt diese unterschiedlichen Anforderungen und vereint sie in einem integrierten Konzept.

Nachhaltige Prozessführung spart Ressourcen

Im Zentrum des neuen Gebäudeteils steht ein großzügiger Mischbereich, in dem Rohstoffe aus dem angrenzenden Tanklager oder aus Gebinden per Vakuumförderung in die Rührtanks gelangen. Pulver werden über einen speziellen Einfüllstutzen zugegeben. Die homogenen Mischungen können anschließend in Reifetanks überführt oder direkt an die Abfüllung geleitet werden. Die Anlage ist an eine Reinigungsanlage und ein Bedämpfungssystem angebunden.

Die Anlage verfügt über eine Wärmerückgewinnung aus CIP-Rücklaufströmen, die einen Teil der Prozessenergie erneut nutzbar macht. Dadurch kann der Energieeinsatz pro Charge gesenkt werden. Ergänzende Maßnahmen wie eine ressourcenschonende CIP-Reinigung und optimierte Isolierung reduzieren Wasser- und Energieverbrauch. Die Wärmerückgewinnung dient nicht nur der Effizienz, sondern auch der Einhaltung von Umweltauflagen, da das Abwasser auf unter 30 °C heruntergekühlt wird.

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