Tarifkonflikt Brauerei-Streik in Sachsen und Thüringen endet mit Kompromiss

Von dpa 1 min Lesedauer

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Erstmals streikten Beschäftigte flächendeckend in der deutschen Brauwirtschaft – mit Erfolg. Die Einigung bringt den Arbeitnehmern deutlich mehr als das ursprüngliche Arbeitgeberangebot.

Einigung im Tarifstreit der Brauereien im Osten (Bild:  Canva AI / KI-generiert)
Einigung im Tarifstreit der Brauereien im Osten
(Bild: Canva AI / KI-generiert)

Im wochenlangen Tarifstreit bei den Brauereien in Sachsen und Thüringen hat es eine Einigung gegeben. Der Tarifabschluss sehe ein Lohnplus von deutlich über fünf Prozent für die nächsten zwei Jahre vor, teilte der Sächsische Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss mit. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zunächst sieben Prozent mehr Lohn gefordert, die Arbeitgeberseite hatte zunächst ein schrittweises Lohnplus zwischen 3,8 und 4,3 Prozent angeboten.

Zahlreiche bekannte Brauereien in Sachsen und Thüringen betroffen

Bestreikt wurden nach Angaben der Gewerkschaft in den vergangenen Wochen mehrere große Brauereien in Sachsen und Thüringen. Darunter seien die zur Radeberger-Gruppe gehörenden Brauereien Radeberger, Freiberger, Sternburg und Krostitzer gewesen, sowie die Köstritzer Schwarzbierbrauerei aus der Bitburger-Gruppe und die Wernesgrüner Brauerei, die zu Carlsberg Deutschland gehört.

Wie die Gewerkschaft weiter mitteilte, wurden rund 1.300 Streikstunden abgehalten. Solch einen flächendeckenden Konflikt habe es bisher weder in der sächsischen Brauindustrie noch deutschlandweit in der Branche gegeben, sagte NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig bereits am Donnerstag – noch vor der Einigung. Durch den Streik seien fast 50 Millionen Flaschen Bier nicht produziert worden.

Von den 131 Brauereien in Thüringen und Sachsen sind nach Angaben des Arbeitgeberverbandes sechs Prozent tarifgebunden.

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