Defossilisierung der Prozesswärme Brauen ohne Erdgas: Fossilfreier Dampf für das Norderneyer Brauhaus geplant

Von Hochschule Hannover 1 min Lesedauer

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An der Hochschule Hannover entsteht derzeit eine Testanlage, der Hochtemperaturwärmepumpen, Wärmespeicher, Photovoltaik und konzentrierende Solarthermie kombiniert. Im nächsten Schritt soll ein Demonstrator für die Brauerei entwickelt werden.

Im Projekt „RenewBrew“ werden Hochtemperaturwärmepumpen, Wärmespeicher, Photovoltaik und konzentrierende Solarthermie kombiniert. Ziel ist Wasserdampf mit deutlich über 100 °C, der weitgehend ohne fossile Energieträger erzeugt wird.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Im Projekt „RenewBrew“ werden Hochtemperaturwärmepumpen, Wärmespeicher, Photovoltaik und konzentrierende Solarthermie kombiniert. Ziel ist Wasserdampf mit deutlich über 100 °C, der weitgehend ohne fossile Energieträger erzeugt wird.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die Hochschule Hannover (HsH) untersucht im Forschungsprojekt „RenewBrew“, wie sich der Wasserdampf für den Brauprozess weitgehend ohne fossile Energieträger erzeugen lässt. Das Projekt läuft seit dem 1. Januar 2026 am Forschungszentrum Energie – Mobilität – Prozesse und endet am 31. Dezember 2028. Die Förderung beträgt insgesamt 1.088.153,29 Euro.

Entwickelt wird ein System aus Hochtemperaturwärmepumpen, Wärmespeichern, Photovoltaik und konzentrierender Solarthermie. Dabei werden Sonnenstrahlen mit Spiegeln gebündelt, um hohe Temperaturen zu erzeugen. Gemeinsam sollen die Technologien Wasserdampf mit deutlich über 100 Grad Celsius bereitstellen. Die Photovoltaik soll den Strom für die Wärmepumpen liefern.

Projektleiter Lutz Meyer (rechts) und der wissenschaftliche Mitarbeiter Torben Salm (links).(Bild:  Hochschule Hannover)
Projektleiter Lutz Meyer (rechts) und der wissenschaftliche Mitarbeiter Torben Salm (links).
(Bild: Hochschule Hannover)

Derzeit entsteht an der HsH eine wissenschaftliche Testanlage. Darauf aufbauend soll ein Demonstrator entwickelt und im Norderneyer Brauhaus installiert werden. Nach Angaben der Hochschule eröffnet das Konzept perspektivisch eine nahezu autarke und treibhausgasfreie Wärmeversorgung. Die Technologie könnte demnach auch in anderen Industriebereichen eingesetzt werden, in denen Prozesswärme und Wasserdampf bislang überwiegend mit Erdgas erzeugt werden. Langfristig könnten Unternehmen so ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und Produktionskosten senken.

Fördermittelgeber sind das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) im Programm „Forschung an HAW“. Projektleiter Prof. Dr. Lutz Meyer aus der Fakultät II sagte: „Gerade für die Dekarbonisierung der Prozesswärmeerzeugung in kleinen Leistungsbereichen fehlen bislang praktikable Lösungen.“ Die Kopplung von Solarthermie und Hochtemperaturwärmepumpe ermögliche aus seiner Sicht signifikante Effizienzsteigerungen.

Externe Projektpartner sind das Norderneyer Brauhaus (Geschäftsführer Tobias Pape) und die Jaske & Wolf Verfahrenstechnik (Leitung: Wolfgang Jaske). Prof. Dr. Nadja Kiehne aus der Fakultät IV (Wirtschaftswissenschaften) leitet die ökonomischen Betrachtungen.

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