Kakaomarkt Deutschland Deutsche Kakaoverarbeitung schrumpft weiter –allerdings fallen auch Preise dramatisch

Von BDSI, Statista 1 min Lesedauer

Im ersten Quartal 2026 haben deutsche Unternehmen 6,7 Prozent weniger Kakao verarbeitet als im Vorjahr. Der dramatische Preisverfall von über 10.000 auf rund 3.240 Dollar pro Tonne innerhalb von 14 Monaten könnte die Branche entlasten.

Die Kakaovermahlung in Deutschland ist im ersten Quartal 2026 um 6,7 Prozent eingebrochen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Kakaovermahlung in Deutschland ist im ersten Quartal 2026 um 6,7 Prozent eingebrochen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die deutsche Kakaobranche setzt ihren Schrumpfungskurs fort: Im ersten Quartal 2026 vermahlten die zehn teilnehmenden Unternehmen insgesamt 90.852,1 Tonnen Kakao – ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser negative Trend spiegelt die gesamteuropäische Entwicklung wider, wie aus den parallel veröffentlichten Zahlen der Europäischen Kakaoorganisation (ECA) hervorgeht. Die rückläufigen Vermahlungsmengen signalisieren Herausforderungen für Lebensmittelproduzenten in der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend volatilen Marktbedingungen.

Parallel zur sinkenden Produktionsaktivität haben sich auch die Bezugsquellen und Kosten deutlich verändert. Bei den Importen bleibt die Niederlande mit 262.760 Tonnen wichtigstes Lieferland für Kakao und Kakaoerzeugnisse nach Deutschland, gefolgt von der Elfenbeinküste (181.192 Tonnen) und Belgien (178.306 Tonnen). Allerdings zeigen die Daten des Statistischen Bundesamts für 2025 einen deutlichen Importrückgang gegenüber 2024 – aus den Niederlanden sank die Menge um rund 64.500 Tonnen. Eine Entspannung bringt hingegen die Preisentwicklung: Der Kakaopreis fiel im März 2026 auf 3.241,49 US-Dollar pro Tonne (etwa 2.805 Euro), nachdem er noch im Januar 2025 bei über 10.700 US-Dollar lag. Für Lebensmittelproduzenten bedeutet diese dramatische Preissenkung von über 70 Prozent innerhalb eines Jahres potenziell verbesserte Kalkulationsgrundlagen, sofern sich die Preise auf diesem niedrigeren Niveau stabilisieren.

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