Warnstreik in sächsischen Brauereien Streik statt Bier: Stillstand in Sachsens Brauereien

Aktualisiert am 13.08.2025 Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die Beschäftigten sächsischer Brauereien kämpfen für eine bessere Bezahlung. Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde ruft die Gewerkschaft NGG erneut zu Warnstreiks auf – betroffen sind fünf große Brauereien mit erheblichen Produktionsausfällen.

Im Durchschnitt verdienen Beschäftigte in sächsischen Brauereien rund 4.000 Euro weniger im Jahr als ihre Kollegen im Westen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Durchschnitt verdienen Beschäftigte in sächsischen Brauereien rund 4.000 Euro weniger im Jahr als ihre Kollegen im Westen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Warnstreiks in den sächsischen Brauereien dauern an. Vor der anstehenden Tarifverhandlung am 14. August 2025 in Leipzig hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erneut die Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind diese fünf Brauereien: die Sternburg Brauerei Leipzig, die Krostitzer Brauerei, die Radeberger Brauerei, die Freiberger Brauerei sowie die Wernesgrüner Brauerei. Grund für die anhaltenden Warnstreiks ist das bislang ausgebliebene Angebot der Arbeitgeberseite.

Das fordert die Gewerkschaft

Die NGG fordert in den Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Nach Angaben der Gewerkschaft besteht in der Branche weiterhin eine deutliche Lohnlücke zwischen Ost und West: Im Durchschnitt verdienen Beschäftigte in Sachsen rund 4.000 Euro weniger im Jahr als ihre Kollegen im Westen.

„Es gärt, aber nicht im Tank“, kommentierte Uwe Ledwig, Landesvorsitzender Ost und Verhandlungsführer der NGG. Durch die Streiks seien bislang rund 250.000 Hektoliter Bier – das entspricht fast 50 Millionen Flaschen – nicht produziert oder abgefüllt worden.

(ID:50515093)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung