Kakaomarkt Hoher Kakaopreis macht Schokolade teurer

Von dpa, BDSI 2 min Lesedauer

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Seit 2005 steigt der Kakaopreis und hat im Dezember 2024 einen neuen Rekordwert erzielt. Die höheren Kosten für den wertvollen Rohstoff geben Schokoladenhersteller wie Lindt an die Verbraucher weiter.

Der Schweizer Hersteller Lindt & Sprüngli will auch 2025 die Preise für Schokolade erhöhen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Schweizer Hersteller Lindt & Sprüngli will auch 2025 die Preise für Schokolade erhöhen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wie das Statista-Diagramm zeigt, bezifferte sich der durchschnittliche Handelspreis für eine Tonne Kakao im Dezember 2024 auf rund 10.353,05 US-Dollar. Dies entspricht etwa 9.887,07 Euro pro Tonne. Damit stieg der Preis für den wertvollen Rohstoff der Süßwarenindustrie auf dem Weltmarkt in diesem Monat gegenüber dem Vormonat wieder.

Der durchschnittliche Handelspreis für eine Tonne Kakao bezifferte sich im Dezember 2024 auf rund 10.353,05 US-Dollar. Dies entspricht etwa 9.887,07 Euro pro Tonne. (Bild:  Staitista)
Der durchschnittliche Handelspreis für eine Tonne Kakao bezifferte sich im Dezember 2024 auf rund 10.353,05 US-Dollar. Dies entspricht etwa 9.887,07 Euro pro Tonne.
(Bild: Staitista)

Hohe Kakaopreise machen Schokolade teurer. Der Schweizer Hersteller Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr schon die Preise erhöht und kündigt dies auch für 2025 an. Ende vergangenen Jahres habe der Kakaopreis ein Allzeithoch erreicht, teilt das Unternehmen in Kilchberg bei Zürich mit.

Lindt & Sprüngli stellt unter anderem die ikonischen Osterhasen in goldener Verpackung und die Lindor-Kugeln her. Sehr erfolgreich sei Ende 2024 auch die handgefertigte Lindt Dubai Chocolade gewesen. Nach ähnlicher Rezeptur werde nun auch Schokolade für den Großhandel kreiert.

Die Verbraucherstimmung sei zwar gedämpft gewesen, aber Volumen und Umsatz hätten gesteigert werden können, teilte das Unternehmen mit. Das Umsatzplus lag bei 5,1 Prozent auf 5,47 Milliarden Franken (5,8 Mrd Euro). Den Gewinn gibt das Unternehmen im März bekannt. In vielen europäischen Ländern habe es zweistellige Wachstumsraten gegeben, in Deutschland «im mittleren einstelligen Bereich».

Auch der Schokoladenhersteller Ritter Sport hatte im Herbst seine Preise um etwa 30 Prozent erhöht. Sorten wie Alpenmilch und Erdbeer Joghurt kosten seitdem 1,89 Euro, für die Tafeln der Nuss- und Kakao-Klasse sind 2,19 Euro fällig. Begründet wurde dies mit den gestiegenen Rohstoffpreisen für Kakao durch schlechte Ernten und die Folgen des Klimawandels. Milka-Hersteller Mondelez wollte sich zuletzt auf Nachfrage nicht dazu äußern, ob eine Preiserhöhung geplant ist.

Europaweit weniger Kakao vermahlen

Die 10 von der Bohne aus arbeitenden Unternehmen in Deutschland, die mit ihren Produktionsstätten am BDSI-Meldeverfahren teilnehmen, haben im 4. Quartal 2024 insgesamt 90.066,0 t Kakao vermahlen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um 7,6 Prozent. Dank der zunächst noch positiven Entwicklung in den ersten Quartalen ist die Kakaovermahlung in Deutschland im Gesamtjahr 2024 um 1,3 Prozent auf 397.969,2 t gestiegen.

In Europa setzt sich die rückläufige Tendenz der letzten Quartale fort. Die Europäische Kakaoorganisation (ECA) meldet unter www.eurococoa.com für das 4. Quartal 2024, dass 331.853 t Rohkakao vermahlen wurden. Dies entspricht einem Rückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2024 wurden in Europa 1.410.976 t vermahlen. Europäisch nahm die Vermahlung insgesamt um 1,7 Prozent ab.

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