ANG-Beschäftigtenbericht 01/2024 Beschäftigtenzahlen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie abermals leicht rückläufig

Von Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) 2 min Lesedauer

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Auch 2023 war der Fachkräftemangel für die Ernährungs- und Genussmittelindustrie eine große Herausforderung. Sie Zahl der Beschäftigten sind auch 2023 rückläufig ebenso wie die Zahl der Auszubildenden.

Laut ANG-Beschäftigtenbericht 01/2024 sind die Beschäftigtenzahlen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie erneut leicht gesunken.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Laut ANG-Beschäftigtenbericht 01/2024 sind die Beschäftigtenzahlen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie erneut leicht gesunken.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie gab zum Stichtag 30. September 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht nach. Laut aktueller Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Zahl der Beschäftigten um 1,1 Prozent. Zusätzlich zu den für die Industrie typischen kaufmännischen und technischen Berufsbildern, arbeiten mehr als ein Drittel der Beschäftigten in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie in ernährungstypischen Berufen. In diesen branchenspezifischen Berufszweigen sank die Anzahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent.

Auszubildende sinken weiter

Die Rekrutierung von neuen Auszubildenden bleibt nach wie vor herausfordernd. Der Rückgang der Auszubildendenzahlen setzt sich zum Stichtag 30. September 2023 fort. Zu diesem Zeitpunkt waren 25.603 Auszubildende in der Branche beschäftigt, was einem Rückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In den ernährungstypischen Berufen verzeichnet die Branche einen Rückgang der Auszubildendenzahlen um 4,7 Prozent.

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Offene Stellen schwer zu besetzen

Die Unternehmen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie stehen durch den Fachkräftemangel weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Trotz eines leichten Rückgangs von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestaltet sich die Besetzung offener Stellen für die Unternehmen der Branche nach wie vor schwierig. So sank die Vakanzzeit im März 2024 leicht auf 207 Tage. In Arbeitstagen ausgedrückt bedeutet dies, dass Unternehmen im Durchschnitt dennoch etwa ein Jahr einplanen müssen, um eine offene Stelle zu besetzen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Schaffung neuer Stellen aus, so sank die Anzahl der offenen Arbeitsstellen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent.

„Für den Konjunkturaufschwung und die grüne Transformation brauchen wir mehr freien Wettbewerb sowie investitionsstarke und innovationsfähige Unternehmen mit produktiven Fach- und Arbeitskräften. Der anhaltende Fach- und Arbeitskräftemangel sowie die sinkenden Auszubildendenzahlen sind ein Alarmsignal und verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Es braucht Maßnahmen, um trotz der demografischen Entwicklung das Arbeitskräfteangebot so weit wie nur möglich aufrechtzuerhalten. Es braucht mehr Vollzeitbeschäftigung, eine zielgerichtete Erwerbsmigration und eine höhere Erwerbsbeteiligung von Älteren sowie eine Prüfung des Renteneintrittsalters“, kommentiert Stefanie Sabet, Hauptgeschäftsführerin der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss.

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