ANG Beschäftigtenbericht 02/2025 Lebensmittelbranche verzeichnet mehr Beschäftigte und erstmals steigende Azubi-Zahlen

Von ANG 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie konnte 2024 sowohl bei den Beschäftigten als auch erstmals seit 2008 bei den Auszubildenden ein Wachstum verzeichnen. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Fachkräftemangel bestehen – Unternehmen benötigen durchschnittlich fast ein Jahr, um offene Stellen zu besetzen.

Kim Cheng, Hauptgeschäftsführerin der ANG: „Die aktuellen Zahlen sind zwar ein wichtiges Signal, sie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftemangel unsere Unternehmen massiv ausbremst.“(Bild:  ANG)
Kim Cheng, Hauptgeschäftsführerin der ANG: „Die aktuellen Zahlen sind zwar ein wichtiges Signal, sie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftemangel unsere Unternehmen massiv ausbremst.“
(Bild: ANG)

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) hat ihren Beschäftigtenbericht 02/2025 vorgelegt. Er beleuchtet die Entwicklung von Beschäftigten und Auszubildenden in ernährungstypischen Berufen sowie in der Branche allgemein. Auch über die Entwicklung der offenen Stellen und wie schnell eine Vakanz besetzt werden kann, gibt der Bericht Auskunft.

Zahl der Beschäftigten nimmt zu

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Stichtag 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (+0,7 Prozent). Neben den branchentypischen kaufmännischen und technischen Berufen sind mehr als ein Drittel der Beschäftigten in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in ernährungsspezifischen Berufen tätig. Auch in diesen branchenspezifischen Berufen nahm die Beschäftigung wieder zu. So stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent.

Bildergalerie

Erstmals steigende Zahlen bei Auszubildenden

Erstmals seit Einführung der Statistik durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2008 konnte die Ernährungs- und Genussmittelindustrie steigende Auszubildendenzahlen verzeichnen. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 waren 26.012 Auszubildende in der Branche beschäftigt, was einem Zuwachs von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In den ernährungstypischen Berufen verzeichnet die Branche jedoch weiterhin einen Rückgang der Auszubildendenzahlen um 2,7 Prozent.

Vakanzen: Zahl der offenen Stellen sinkt

Der Fachkräftemangel stellt die Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie weiterhin vor große Herausforderungen. So gestaltet sich die Besetzung offener Stellen für die Unternehmen der Branche nach wie vor schwierig. Die Vakanzzeit stieg im Juni 2025 sprunghaft auf einen Höchstwert von 231 Tagen an. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 10,5 Prozent. In Arbeitstagen ausgedrückt müssen Unternehmen im Durchschnitt rund ein Jahr einplanen, um eine offene Stelle zu besetzen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Schaffung neuer Stellen aus. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der offenen Stellen um 8,6 Prozent.

„Die aktuellen Zahlen sind zwar ein wichtiges Signal, sie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftemangel unsere Unternehmen massiv ausbremst“, betont Kim Cheng, Hauptgeschäftsführerin der ANG.

(ID:50529781)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung