Ernährungs- und Genussmittelindustrie Zahl der Auszubildenden steigt erstmals seit 17 Jahren

Von Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG), Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) 2 min Lesedauer

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Der aktuelle Beschäftigtenbericht der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss enthält gute und schlechte Nachrichten. Erstmals seit 17 Jahren steigen Auszubildendenzahlen. Allerdings müssen Unternehmen deutlich länger warten, bis sie eine offene Stelle neu besetzen können. Die Bedeutung guter Ausbildung steigt einmal mehr.

Auszubildendenzahlen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie sind erstmalig seit 17 Jahren gestiegen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Auszubildendenzahlen in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie sind erstmalig seit 17 Jahren gestiegen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Stichtag 30. September 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (+0,7 Prozent). Neben den branchentypischen kaufmännischen und technischen Berufen sind mehr als ein Drittel der Beschäftigten in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in ernährungsspezifischen Berufen tätig. Auch in diesen branchenspezifischen Berufen nahm die Beschäftigung wieder zu. So stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent.

3,0 Prozent Zuwachs an Auszubildenden

Erstmals seit Einführung der Statistik durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2008 konnte die Ernährungs- und Genussmittelindustrie steigende Auszubildendenzahlen verzeichnen. Zum Stichtag 30. September 2024 waren 26.365 Auszubildende in der Branche beschäftigt, was einem Zuwachs von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In den ernährungstypischen Berufen verzeichnet die Branche jedoch weiterhin einen Rückgang der Auszubildendenzahlen um 2,8 Prozent.

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Ein Jahr, um offene Stellen zu besetzen

Der Fachkräftemangel stellt die Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie weiterhin vor große Herausforderungen. So gestaltet sich die Besetzung offener Stellen für die Unternehmen der Branche nach wie vor schwierig. Die Vakanzzeit stieg im März 2025 sprunghaft auf einen Höchstwert von 223 Tagen an. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 7,7 Prozent. In Arbeitstagen ausgedrückt müssen Unternehmen im Durchschnitt rund ein Jahr einplanen, um eine offene Stelle zu besetzen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Schaffung neuer Stellen aus. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der offenen Stellen um 4,0 Prozent.

Ausbildung zahlt sich aus

Ausgezeichnet vom BDSI: Studentin Juliana Schröter erhält den diesjährigen BDSI-Förderpreis und die drei besten Auszubildenden sind Jan Luca Mocken, Vanessa Weege und Lena Laureen Schneebeck.(© Ronny Hartmann/ BDSI)
Ausgezeichnet vom BDSI: Studentin Juliana Schröter erhält den diesjährigen BDSI-Förderpreis und die drei besten Auszubildenden sind Jan Luca Mocken, Vanessa Weege und Lena Laureen Schneebeck.
(© Ronny Hartmann/ BDSI)

Anlässlich der diesjährigen Mitgliederhauptversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in München zeichnete der Verband feierlich die beste Studentin und die drei besten Auszubildenden in der Süßwarenbranche aus.

Studierende können an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo den Studiengang „Lebensmitteltechnologie mit Schwerpunkt Back- und Süßwaren-Technologie“ belegen. Die beste Absolventin für den Jahrgang 2024/2025 in diesem Studiengang ist Juliana Schröter, die den diesjährigen BDSI-Förderpreis erhält. Frau Schröter hat im Dualen Studiengang gemeinsam mit der Firma Lindt & Sprüngli diese hervorragende Leistung erreicht.

Die drei besten Auszubildenden im Ausbildungsberuf „Süßwarentechnologe/Süßwarentechnologin“ des Abschlussjahrganges 2024/2025 der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS), Solingen, sind:

  • 1. Platz: Jan Luca Mocken vom Ausbildungsbetrieb Lindt & Sprüngli GmbH, Aachen
  • 2. Platz: Vanessa Weege vom Ausbildungsbetrieb Conrad Schulte GmbH & Co. KG, Rietberg
  • 3. Platz: Lena Laureen Schneebeck vom Ausbildungsbetrieb August Stork KG, Halle (Westf.)

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