Milchmarkt 2024 Während die Preise steigen, sinkt die Produktion
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Seit 2022 steigen die Milchpreise. Laut dem Milchindustrie-Verband ist Basis für die höheren Verwertungen ein knappes Angebot an Milchfett und die weiter expandierende Nachfrage nach Käse. Die Milcherzeugung wächst trotz der preislichen Anreize nicht.
Die Milchauszahlungspreise der deutschen Molkereien werden im Kalenderjahr 2024 für konventionelle Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrsteuer einschließlich Nachzahlungen knapp 48 Cent je Kilogramm erreichen. Damit ist der zweithöchste Milchpreis zu erwarten, der jemals ausgezahlt worden ist. Die Verwertung der Milch ist seit 2022 deutlich gestiegen. Die Erzeugerpreise haben sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich in einem Korridor bewegt, der die Bandbreite des vergangenen Jahrzehnts deutlich übertrifft. Drei Jahre in Folge konnten die Milcherzeuger deutlich höhere Preise erzielen als zuvor. Die Milchpreise sind weiter volatil, aber inzwischen innerhalb einer höheren Bandbreite. Stellten Auszahlungen von 40 Cent je Kilogramm in den 2010er-Jahren seltene Höchstmarken in einzelnen Monaten dar, sind sie in den letzten Jahren zum seltenen Tiefststand geworden. Gegen Ende des laufenden Jahres hat die Preisentwicklung wieder deutlich an Fahrt aufgenommen.
Höhere Fettverwertung als Treiber
Eine wichtige Grundlage für die gestiegenen Verwertungen stellen die höheren Erlöse für Milchfett dar. Betrachtet man die längerfristige Entwicklung der Preise von Milchfett in Form von Butter und Milcheiweiß in Form von Magermilchpulver, zeigt sich, dass seit etwa 2016 eine zunehmende Entkopplung zwischen den beiden Hauptinhaltsstoffen der Milch stattgefunden hat. Seitdem sind bei Butter immer wieder starke und langanhaltende Preisspitzen eingetreten, während die Entwicklung bei Magermilchpulver wesentlich flacher verlaufen ist. Es fielen sogar Hochphasen bei Butter mit Tiefstphasen bei Milcheiweiß zeitlich zusammen. Im Lauf von 2024 haben die Butterpreise neue historische Höchststände erreicht.
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