Proteinnachweis in Futter- und Lebensmitteln auf Insektenbasis Möchtegern-Proteine mit Kjeldahl aufspüren – Chitinanalytik neu kombiniert
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Insekten sind eine vielversprechende nachhaltige Proteinquelle. Ihr physiologischer Proteingehalt wird in chemischen Analysen aber typischerweise überschätzt, da diese auch das nicht-verwertbare Chitin aus Exoskelett der Insekten miterfassen. Eine neue, praxisgerechte Methode kombiniert Deproteinisierung mit Kjeldahl und ermöglicht so erstmals eine effiziente Bestimmung von Chitin neben verwertbarem Protein in Insektenproben.
Insekten gewinnen in der Futtermittelindustrie rasant an Bedeutung als nachhaltige Proteinquelle. Neben einem günstigen Nährstoffprofil bieten sie ökologische Vorteile wie einen geringen Flächen- und Wasserbedarf. Doch neue Proteinquellen bringen auch neue analytische Herausforderungen – insbesondere durch den Anteil von Chitin, einem stickstoffhaltigen Polysaccharid im Exoskelett der Insekten.
Chitin enthält rund 6,89 Prozent Stickstoff, der wiederum bei klassischen Proteinbestimmungen als Teil des Rohproteingehaltes erfasst wird, z.B. nach der Kjeldahl-Methode. Nun ist das Ergebnis an sich korrekt, da der Stickstoffanteil aus dem Chitin tatsächlich Teil der Probe und damit auch des Rohproteingehaltes ist. Da der Stickstoffanteil aus dem Chitin für Mensch und Tier aber nicht verwertbar ist, sollte er separat betrachtet werden. Denn gerade in der Futtermittelindustrie ist jedes Gramm an Protein entscheidend für die Preisgestaltung. Das Chitin gaukelt durch seinen Stickstoffanteil also einen höheren Proteingehalt vor, wodurch ein höherer Preis abgerufen wird.
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