Verpackungstechnik
Vom Mehl zum Meisterwerk: Kritische Kontrollpunkte im Herstellungsprozess

Von Laura Gascho, Expertin für flexible Verpackungen, und Stefan Horvath, Produktmanager, bei Gerhard Schubert 5 min Lesedauer

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Das Äußere zählt, aber eben nicht nur: Lange bevor Croissants, Kekse oder Waffeln in schützende Verpackungen kommen, stellen Hersteller sicher, dass auch deren Inhalt stimmt. In vorgelagerten Schritten ebenen sie den Weg für höchste Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit verzehrfertiger Produkte. Immer mit dabei: ausgeklügelte Technologien, die in Verpackungsstraßen auf dieses Ziel einzahlen.

3D-Scanner (oberer Bildbereich) überprüfen neben Form und Lage auch die Höhe der Kekse. (Bild:  Gerhard Schubert)
3D-Scanner (oberer Bildbereich) überprüfen neben Form und Lage auch die Höhe der Kekse.
(Bild: Gerhard Schubert)

Schnapspralinen haben einen hochprozentigen Kern – das merkt jeder, der in sie hineinbeißt. Weniger offensichtlich, dafür genauso präsent ist Alkohol in anderen Produkten, wenn auch nicht immer aus kulinarischen Gründen. Zur Konservierung enthalten beispielsweise industriell gefertigte Backwaren häufig Ethylalkohol mit 70 bis 96 Volumenprozent. Der Alkohol wirkt antimikrobiell, hemmt das Wachstum von Keimen – und bildet deshalb eine feste Größe im Produktionsprozess.

Wohlgemerkt nicht allein: Nebst schonendem Handling und hermetischem Verpacken sorgt die Haltbarmachung mit dafür, dass aus einem aufwendig hergestellten Produkt ein sicheres Lebensmittel wird – und kein Risiko für Verbraucher darstellt, etwa durch Verunreinigungen. Anders als bei mancher Schokoladenkreation kommt der Alkohol zur Konservierung jedoch nicht in, sondern auf die Produkte: Nach dem Backen befördern Transportbänder Croissants oder Rührkuchen in den Folienschlauch. Oberhalb des Transportsystems befinden sich Sprühdüsen, die das Ethanol auf die Teigerzeugnisse sprühen. Zu Kopf steigt er dabei kaum: Der Alkoholgehalt in besprühten Backwaren variiert zwar, liegt aber im niedrigen Volumenprozentbereich.