Messe-Vorschau Interpack 2026
Von Papierbeuteln bis Vakuumkühlung – Interpack zeigt die Zukunft der Backwarenverpackung

Von Interpack 4 min Lesedauer

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Auf der Interpack 2026 zeigt sich: Die Verpackung von Brot, Keksen und Gebäck wird intelligenter, schneller und umweltfreundlicher. Papierbasierte Lösungen, KI-gesteuerte Roboter und integrierte Kühlsysteme machen die Produktion effizienter – für Großbetriebe wie für den Mittelstand.

Nachhaltigkeit und Produktschutz müssen kein Widerspruch sein: Die Interpack 2026 präsentiert Verpackungstechnik, die Hygiene, Haltbarkeit und Umweltschutz in Einklang bringen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Nachhaltigkeit und Produktschutz müssen kein Widerspruch sein: Die Interpack 2026 präsentiert Verpackungstechnik, die Hygiene, Haltbarkeit und Umweltschutz in Einklang bringen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Schlüsselfaktor und viele Hersteller setzen bereits auf recycelbare, kompostierbare oder biobasierte Materialien, etwa papierbasierte Lösungen, PLA-Folien oder Monomaterialien. So zeigt Interpack-Aussteller Weber Verpackung auf der Messe seinen Baker Bag für die Selbstbedienungstheke. Die Papierverpackungen können mit Sichtfenstern aus dünner transparenter Recyclingfolie oder transparentem Papier (Pergamin) ausgestattet werden. Bei einem Pergaminfenster wandert der Beutel problemlos über die Altpapiertonne ins Recycling. Produktschutz ist allerdings oberstes Gebot, damit Brot oder Kuchen nicht frühzeitig verderben. Deshalb müssen innovative Verpackungssysteme bei aller Nachhaltigkeit vor allem Hygiene und Haltbarkeit verbinden. Besonders bei den Automatenbeuteln für die automatische Verpackung von Brot- und Backwaren sind Barrierefunktionen gefragt, die den Wasserdampf- und Sauerstoffaustausch reduzieren und so den Inhalt frisch halten. Diese Barrieren können mit Papier derzeit nur durch den Einsatz von Kunststoffbeschichtungen, Folienkaschierungen oder Beschichtungen mit einer polymerhaltigen Schicht erzielt werden. Immerhin ist der Kunststoffanteil dabei deutlich geringer als bei einem Folienbeutel.

Parallel zur Materialentwicklung schreitet die Automatisierung der Verpackungsprozesse voran. Robotik und künstliche Intelligenz halten dabei zunehmend Einzug in die Produktion und ermöglichen ein präzises, schonendes Handling empfindlicher Backwaren. Moderne Anlagen arbeiten mit kameragestützten Erkennungssystemen, die Form, Lage und Qualität der Produkte in Echtzeit analysieren. So wird nur einwandfreie Ware verpackt, Ausschuss reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Gleichzeitig verkürzen sich Umrüstzeiten erheblich – ein entscheidender Faktor angesichts kleinerer Losgrößen und häufig wechselnder Produktvarianten. Hier zeigt die Interpack 2026 einem breiten Fachpublikum die aktuellen technologischen Entwicklungen und Innovationen aus erster Hand.