Studie zu Kosten und CO2 Schmierstoffkosten sparen mit Polymerlagern

Von Igus 2 min Lesedauer

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Eine gemeinsame Studie der RWTH Aachen und der Firma Igus zeigt: Schmiermittelfreie Polymerlager zu verwenden statt klassischer Metalllager, kann die Kosten um bis zu 14 Millionen Euro pro Jahr verringern.

Lässt sich Geld sparen mit dem Tausch klassicher Lager gegen schmiermittelfreie Lager? Welchen Effekt auf die Umwelt hat eine solche Änderung der Konstruktion?(Bild:  Igus)
Lässt sich Geld sparen mit dem Tausch klassicher Lager gegen schmiermittelfreie Lager? Welchen Effekt auf die Umwelt hat eine solche Änderung der Konstruktion?
(Bild: Igus)

Klassische Metalllager müssen nachgeschmiert werden. Bei bestimmten Kunststoffgleitlagern, zum Beispiel von Igus, sind Festschmierstoffe integrierter; dort entfällt dieser Wartungsschritt. Dadurch lassen sich Einkaufskosten für Schmiermittel einsparen. Je nach Anwendung sind es zwischen 7.000 und 14 Millionen Euro pro Jahr, zeigt eine Studie der RWTH Aachen. Hinzu kommen jährlich zwischen 8.000 und zwei Millionen eingesparte Arbeitsstunden für das manuelle Nachschmieren von Lagerstellen, teilt das Unternehmen mit.

„Die Zahlen beweisen eindrucksvoll, wie sich durch eine vermeintlich kleine Umstellung unterm Strich enorme Summen und Ressourcen einsparen lassen“, fasst Stefan Loockman-Rittich zusammen, Geschäftsbereichsleiter Iglidur-Gleitlager bei Igus. Ein Studienteilnehmer etwa, die Brauerei Heineken Brasil, würde durch den Umstieg auf Polymerlager in allen Förderbändern ihrer 160 Standorte weltweit 20 Tonnen Schmierstoff pro Jahr für 450.478 Euro und 5,4 Millionen Euro Personalkosten einsparen.

Brauerei Heineken: CO2-Einsparpotential beträgt 28.814 kg

Die RWTH-Studie berechnet zudem die positiven Umweltauswirkungen der Kunststoffgleitlager. Heineken Brasil beispielsweise spart dank des Austauschs von Metalllagern durch Polymerlager an 600 Lagerstellen jährlich CO2-Äquivalente in Höhe von 180 kg. „Würden alle Niederlassungen von Heineken auf Polymerlager umsteigen, könnte das Unternehmen CO2-Äquivalente in Höhe von 28.814 kg einsparen. Und das ist für eine so kleine Stellschraube ein beachtlicher Wert“, betont Loockman-Rittich.

Zum Vergleich: Wenn ein Fahrzeug einen Liter Benzin verbraucht, emittiert es etwa 2,37 Kilogramm CO2. Die Ersparnis der Brauerei entspräche demnach mehr als 12.000 Litern Benzin. „Immer mehr Hersteller von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen spüren den Druck, die CO2-Bilanz ihrer Produkte ausweisen zu müssen. Entsprechend froh sind unsere Kunden, dass es nun eine wissenschaftlich belegte Einschätzung der Umweltvorteile des Selbstschmiereffekts unserer Gleitlager gibt.“

Wie kam es zu der Studie?

Mit der Durchführung der Studie beauftragt war die WBA Werkzeugbau Akademie. Dieses Forschungsunternehmen auf dem RWTH-Aachen-Campus ist Teil eines der größten Forschungslabore Europas im Bereich Produktionstechnik. Es arbeitet mit dem Werkzeugmaschinenlabor WZL und dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik (IPT) zusammen. Die Ergebnisse basieren auf Experteninterviews mit neun Unternehmen aus den Bereichen Automationstechnik, Baumaschinen, Agrarindustrie, Lebensmittelindustrie sowie Verpackungs- und Abfüllindustrie.

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