Krise in der Brauwirtschaft Traditionsbrauerei Leikeim meldet Insolvenz an

Von dpa, Statista 1 min Lesedauer

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Die Familienbrauerei aus Altenkunstadt ist in einen Liquiditätsengpass geraten. Trotz Exportausbau und Investitionen in alkoholfreie Produkte konnte der negative Trend nicht gestoppt werden.

Sinkender Bierkonsum und gestiegene Kosten treiben die oberfränkische Traditionsbrauerei in die Krise.(Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Sinkender Bierkonsum und gestiegene Kosten treiben die oberfränkische Traditionsbrauerei in die Krise.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Die Brauerei Leikeim im oberfränkischen Altenkunstadt (Landkreis Lichtenfels) hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen sei „infolge der deutlichen negativen Absatz- und Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre“ in einen Liquiditätsengpass geraten, teilte Geschäftsführer Andreas Leikeim mit.

Die Herausforderungen im deutschen Biermarkt seien seit Jahren herausfordernd, hieß es weiter. Der Bierkonsum gehe zurück, die Kosten seien gestiegen, und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie belasteten die Situation zusätzlich.

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Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist eine besondere Variante des Insolvenzrechts, die auf die Sanierung eines Unternehmens abzielt, anstatt auf dessen Abwicklung. Bei diesem Verfahren bleibt die Geschäftsleitung im Amt und saniert die Firma an der Seite eines sogenannten Sachwalters.

Betrieb wird weiter laufen

In den vergangenen Jahren habe man mehrere Versuche unternommen, um die Entwicklung zu stoppen. Unter anderem habe man das Exportgeschäft ausgebaut, in alkoholfreie Produkte investiert und Kosten eingespart. Das alles habe jedoch nicht ausgereicht, um die Belastungen dauerhaft auszugleichen, teilte das Unternehmen weiter mit.

Das Brauhaus Altenkunstadt Andreas Leikeim werde seit 1887 als unabhängige Familienbrauerei vom Stammsitz in Altenkunstadt aus geführt. Derzeit seien rund 100 Menschen dort beschäftigt. Der Betrieb und die Produktion gingen weiter. Derzeit würden im Zuge des Eigenverwaltungsverfahrens verschiedene Sanierungsoptionen geprüft.

Brauwirtschaft unter Druck

Der Bierkonsum geht in Deutschland schon seit Jahren zurück. Das zeigt sich dann auch in den produzierten Mengen. So sank der Ausstoß 2024 auf rund 83,9 Millionen Hektoliter. Zugleich steigen die Rohstoffpreise. In Deutschland betrug der durchschnittliche Verkaufspreis von Hopfen knapp 621 Euro pro 100 Kilogramm. 2023 waren es noch 598,9 Euro. Das setzt viele Brauereien unter Druck.

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