GTAI-Bericht zu Markttrends in Schweden Kaufkraft trifft Kostendruck: Warum sich Schwedens Lebensmittelmarkt für deutsche Exporteure verändert

Von Germany Trade & Invest 1 min Lesedauer

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Schweden lockt mit 53.000 Euro Pro-Kopf-Einkommen und 34 Prozent Marktwachstum bis 2030. Doch explodierende Verpackungskosten und der Siegeszug der Discounter verändern die Spielregeln. Sechs Markttrends und was sie für deutsche Lebensmittelhersteller bedeuten.

Schwedens Importe von Agrargütern und Lebensmittel sind im Jahr 2023 um neuen Prozent gestiegen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Schwedens Importe von Agrargütern und Lebensmittel sind im Jahr 2023 um neuen Prozent gestiegen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der aktuelle Bericht von Germany Trade and Invest (GTAI), der Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing, bescheinigt Schwedens Lebensmittelindustrie gute Aussichten. Der Nahrungsmittelmarkt wächst kontinuierlich. So soll der Jahresumsatz von Nahrungsmitteln in Schweden auf 36,1 Milliarden Euro steigen. Die Autorin Judith Illerhaus sieht Schweden weiterhin als attraktiven Markt für deutsche Lebensmittelhersteller. Allerdings seien strategische Anpassungen an lokale Präferenzen, Preissensibilität und neue Regularien erforderlich.

Kerntrends für deutsche Lebensmittelhersteller

  • Wachstumsmarkt mit Kaufkraft: Der schwedische Lebensmittelmarkt erreichte 2024 einen Umsatz von 35 Milliarden Euro und soll bis 2030 um 34 Prozent wachsen. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 53.000 Euro bietet Schweden zahlungskräftige, trendbewusste Verbraucher. Besonders stark wachsen Fleischerzeugnisse (+5,1%) und Milchprodukte (+7,5%).
  • Neue Lebensmittelstrategie 2.0 mit Exportfokus: Die schwedische Regierung setzt auf Exportförderung und internationale Positionierung. Deutsche Hersteller profitieren von Schwedens Position als viertgrößter Handelspartner mit 13% Importanteil. Das Handelsdefizit von 8 Milliarden Euro signalisiert anhaltenden Importbedarf.
  • Bio-Segment unter Druck, lokale Produkte im Trend: Bio-Umsätze sanken 2024 um 1,5 Prozent auf 8,3 Prozent Marktanteil. Schwedische Verbraucher bevorzugen lokale Produkte gegenüber importierten Bio-Waren. Deutsche Anbieter sollten auf regionale Partnerschaften und "Local for Local"-Strategien setzen.
  • Discounter-Boom verändert Marktstruktur: Lidl und Willys gewannen seit 2020 sechs Prozentpunkte Marktanteil. Preis wird für 58 Prozent der Verbraucher zum zweitwichtigsten Kaufkriterium. Deutsche Discounter wie Lidl etablieren sich erfolgreich neben den drei Marktführern ICA (50%), Axfood (19%) und Coop (18%).
  • Digitalisierung schafft neue Vertriebswege: Unbemannte Stores, KI-gestützte Bedarfsplanung und Drohnenlieferung gewinnen an Bedeutung. ICA reduzierte mit KI-Tools Lebensmittelverschwendung um 40 Prozent. Deutsche Tech-Anbieter finden hier Kooperationspotenzial.
  • Herausforderung: Explodierende Verpackungskosten: Neue Verpackungsabgaben verdoppelten sich 2025 und machen bis zu 13 Prozent der Betriebsgewinne aus. Diese regulatorische Belastung treibt die Lebensmittelpreise und erfordert angepasste Kostenkalkulationen deutscher Exporteure.

Den vollständigen GTAI-Bericht finden Sie hier.

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