Alternative Proteine
Woher kommen unsere Proteine in Zukunft

Von Manja Wühr 7 min Lesedauer

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Die meisten Proteine auf unserem Teller stammen von Tieren. Auch wenn es schon einige vegetarische Alternativen gibt, müssen noch einige Herausforderungen für ein komplettes Geschmackserlebnis gemeistert werden.

Projektseminar Ham without Oink: Studierende des Bachelor-Studiengangs Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie an der Universität Hohenheim haben einen veganen Kochschinken mit Räucherkruste entwickelt.(Bild:  Universität Hohenheim / Corinna Schmid)
Projektseminar Ham without Oink: Studierende des Bachelor-Studiengangs Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie an der Universität Hohenheim haben einen veganen Kochschinken mit Räucherkruste entwickelt.
(Bild: Universität Hohenheim / Corinna Schmid)

Proteine sind in aller Munde. Ein Großteil basiert auf Fleisch, Fisch oder Milchprodukten. Oft zu Lasten von Umwelt und Natur. Deswegen suchen immer mehr Menschen nach Alternativen. Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän, Leiterin des UFZ-Departments Bioenergie und Co-Vorsitzende des Bioökonomierats, sieht, dass in der Bioökonomie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viele gute Ansätze entwickelt wurden: „Man kann Erfolge zum Beispiel an neuen Nahrungsmitteln festmachen, die mittlerweile in allen Supermarktregalen zu finden sind. Sie bestehen nicht mehr aus Fleisch, sondern nutzen alternative Proteine, die etwa aus Algen, Soja, verschiedenen Hülsenfrüchten oder auch der Jackfrucht bestehen. Auch die Nutzung von Insektenproteinen bei der Herstellung von Nahrungsmitteln ist nicht mehr ungewöhnlich. Perspektivisch werden sicher auch Proteine eine Rolle spielen, die über Präzisionsfermentation durch bestimmte Mikroorganismen hergestellt werden.“

Noch hinkt die Umsetzung den Erwartungen jedoch hinterher. Thrän hält dafür drei Fragen für relevant. „Erstens: Wie viel Biomasse haben wir überhaupt zur Verfügung? Zweitens: Wie kommen wir zu neuen Verfahren, die diese Biomasse effizient für innovative Produkte nutzen? Drittens: Wie machen wir das so, dass diese Aktivitäten nicht im Widerspruch beispielsweise zu den Biodiversitätszielen stehen oder zu Verteilungsungerechtigkeiten, auch im internationalen Bereich, führen?“