Deutscher Maschinenbau auf der Drinktec VDMA und Partner präsentieren Innovationen für Effizienz und Nachhaltigkeit

Von VDMA 3 min Lesedauer

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Auf der Drinktec präsentiert der VDMA in seiner Technologie Lounge wegweisende Innovationen für eine nachhaltigere und intelligentere Getränkeindustrie. Von KI-gestützten Reinigungslösungen bis zu recycelten Verpackungskonzepten – erleben Fachbesucher Technologien, die Prozesse effizienter gestalten und Ressourcen schonen.

In der Technologie Lounge des VDMA präsentiert das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) unter anderem das KI-basierte Überwachungssystem „CoControl-FouliQ“. Es ermöglicht, Fouling in Wärmetauschern prädikativ zu erkennen. (Bild:  Fraunhofer IVV)
In der Technologie Lounge des VDMA präsentiert das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) unter anderem das KI-basierte Überwachungssystem „CoControl-FouliQ“. Es ermöglicht, Fouling in Wärmetauschern prädikativ zu erkennen.
(Bild: Fraunhofer IVV)

Circularity & Ressource Management, Data2Value, Lifestyle & Health – das sind die drei TOP Themen der diesjährigen Drinktec. Alle drei Themen spiegeln sich in den Exponaten wider, die der VDMA in seiner Technologie Lounge in Halle C4, Stand 177 zeigt. Im Fokus stehen KI-gestützte Reinigungslösungen für hygienekritische Prozesse, nachhaltige Verpackungskonzepte, Kreislaufwirtschaft und Bildung, digitale Werkstoffrecherche und neue Ansätze zur Qualitätsoptimierung alkoholfreier Weine. Bei allen Technologien und Verfahren geht es darum, die Prozesse sicherer, nachhaltiger und effizienter zu gestalten, Ressourcen zu schonen und damit die Betriebskosten zu senken.

KI macht Reinigung intelligent – drei Systeme für bedarfsgerechte Hygiene

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV zeigt drei innovative Lösungen für die bedarfsgerechte Reinigung in hygienekritischen Bereichen wie Wärmetauschern, Tanks und Rohrleitungen. Mithilfe von KI, intelligenter Software und neu entwickelter Sensorik wird sichtbar, wann, wo und wie stark Verschmutzungen auftreten – und Reinigungsprozesse können gezielt angepasst werden. Das spart Ressourcen, reduziert Stillstandzeiten und erhöht die Produktsicherheit. Alle drei nachfolgend beschriebenen Systeme lassen sich einfach in bestehende Anlagen integrieren.

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„CoControl-FouliQ“ ermöglicht es, Fouling in Wärmetauschern prädikativ zu erkennen. (Bild:  Fraunhofer IVV)
„CoControl-FouliQ“ ermöglicht es, Fouling in Wärmetauschern prädikativ zu erkennen.
(Bild: Fraunhofer IVV)

  • Fouling in Wärmetauschern frühzeitig erkennen: Das KI-basierte Überwachungssystem „CoControl-FouliQ“ erkennt Ablagerungen (Fouling) in Wärmetauschern bereits im Entstehen – ideal für den Herstellungsprozess der aktuell sehr gefragten High-Protein-Produkte wie Joghurtdrinks oder Milchmischgetränke. Mithilfe von Temperatursensoren und Machine Learning analysiert es kontinuierlich die Prozessdaten und ermöglicht eine bedarfsgerechte Reinigung. Das spart Ressourcen, reduziert Stillstandszeiten und erhöht die Produktsicherheit.

„AJCsens“: Inline-Monitoring durch hochintegrierten Verschmutzungssensor in adaptivem Zielstrahlreiniger(Bild:  Fraunhofer IVV)
„AJCsens“: Inline-Monitoring durch hochintegrierten Verschmutzungssensor in adaptivem Zielstrahlreiniger
(Bild: Fraunhofer IVV)

  • Intelligente Tankreinigung: Das smarte Spritzreinigungssystem AJCsens erkennt Verschmutzungen direkt an der Tankinnenwand und passt die Reinigung gezielt daran an. Dank integrierter Sensorik und flexibler Steuerung spart es über 50 Prozent Reinigungszeit – bei voller Kontrolle und Hygienesicherheit. Ideal für Molkereien, die Zeit und Ressourcen effizient nutzen wollen.

„CoControl-QCM“: Schwingquarz-Technologie für die Inline-Reinigungsüberwachung in Rohrleitungssystemen(Bild:  Fraunhofer IVV)
„CoControl-QCM“: Schwingquarz-Technologie für die Inline-Reinigungsüberwachung in Rohrleitungssystemen
(Bild: Fraunhofer IVV)

  • Reinigungsstatus direkt an der Rohrwand erkennen: Das Sensorsystem CoControl-QCM überwacht die Reinigung von Rohrleitungen dort, wo Verschmutzungen tatsächlich entstehen – direkt an der Rohrwand. Mithilfe eines hochsensiblen Schwingquarz-Sensors erkennt es selbst feinste Ablagerungen und misst den Reinigungserfolg in Echtzeit. So lässt sich der tatsächliche Reinigungsbedarf zuverlässig bestimmen, Reinigungsprozesse optimieren und Ressourcen sparen.

Plastik sinnvoll nutzen – Wissen nachhaltig fördern

3D-gedrucktes Lehrmaterial als Open-Source für Schulen (Bild:  ITQ)
3D-gedrucktes Lehrmaterial als Open-Source für Schulen
(Bild: ITQ)

Die Firma ITQ zeigt, wie Kreislaufwirtschaft und Bildung zusammen gedacht werden können: Aus recyceltem Kunststoff entsteht praxisnahes Lernmaterial. Mit Projekten wie PlastiX und EduDemos verbindet ITQ moderne Technologien wie KI, Robotik und 3D-Druck mit Bildungsinitiativen für Kinder, Jugendliche und Studierende. Ziel ist eine „Circular Society“, in der nicht nur Materialien, sondern auch Wissen und Begeisterung für Nachhaltigkeit im Kreislauf bleiben.

Getränkeverpackungen aus recycelten, biobasierten und wiederverwendbaren Materialien

Die Pulpe-Flasche ist Teil eines breiten Spektrums alternativer Behälterwerkstoffe, das Krones im Rahmen eines systemischen Forschungsansatzes untersucht.(Bild:  Krones)
Die Pulpe-Flasche ist Teil eines breiten Spektrums alternativer Behälterwerkstoffe, das Krones im Rahmen eines systemischen Forschungsansatzes untersucht.
(Bild: Krones)

Krones erforscht, wie alternative Werkstoffe wie Pulpe-Flaschen oder biobasierte Kunststoffe zuverlässig auf bestehenden und neuen Maschinen verarbeitet werden können. Ziel ist es, Verpackungen zu entwickeln, die ökologisch sinnvoll sind und gleichzeitig technisch stabil und effizient verarbeitet werden können. Dabei werden Materialien unter den Aspekten Recycled, Recyclable, Reusable und Renewable bewertet – für eine nachhaltige Zukunft der Getränkeverpackung.

Materialien finden statt lange suchen

Material Hub bietet einen einheitlichen Zugang zu Materialdaten aus heterogenen Datenquellen, wie Herstellerdatenblätter, Fachdatenbanken und Forschungsergebnissen in einem zentralen Recherchewerkzeug.(Bild:  SLUB)
Material Hub bietet einen einheitlichen Zugang zu Materialdaten aus heterogenen Datenquellen, wie Herstellerdatenblätter, Fachdatenbanken und Forschungsergebnissen in einem zentralen Recherchewerkzeug.
(Bild: SLUB)

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden präsentiert Material Hub – eine zentrale Online-Plattform zur schnellen und gezielten Recherche von Werkstoffen. Sie bündelt Daten aus Herstellerdatenblättern, Fachdatenbanken und Forschungsergebnissen und macht sie über eine intuitive Oberfläche durchsuchbar – nach Eigenschaften, Anwendungen oder regulatorischen Vorgaben. So sparen Forschende und Entwickler Zeit und finden passende Materialien effizienter. Auch Datenanbietende profitieren: Sie können ihre Materialien sichtbar machen und direkt mit Interessierten in Kontakt treten. Material Hub ist kostenfrei nutzbar. Mehr Infos unter: www.materialhub.de.

Mehr Aroma für alkoholfreien Weingenuss

Alkoholfreie Weine sind gefragt – doch oft fehlt es ihnen am typischen Weinaroma. Das Forschungsprojekt „AROMAnoALK“ der Hochschule Geisenheim University setzt genau hier an: Durch gezielte Fermentation von Traubentrester werden rebsortentypische Aromen zurückgewonnen und zur Qualitätsverbesserung entalkoholisierter Weine eingesetzt. Das Verfahren kombiniert mikrobiologische und physikalische Methoden und nutzt einen bisher wenig genutzten Reststoffstrom sinnvoll weiter. So entsteht mehr Geschmack, weniger Abfall – und neue Chancen für die Branche im wachsenden Marktsegment entalkoholisierter Weine.

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